

In diesem November startete in Hamburg ein Theatererlebnis der ganz besonderen Art: Nach dem erfolgreichen Start 2004 in Berlin kam das SIMPLE LIFE FESTIVAL nun in die Hansestadt! Das Festival präsentierte eine Spitzenauswahl internationaler Künstler, die in ihren Tanz- und Theaterstücken von Menschen in besonderen Lebenssituationen berichteten. Mit dem Blick auf das Leben in der gesellschaftlichen Peripherie fokussierten die Stücke die Biographien der jeweiligen Darsteller und griffen alltägliche aber auch ungewöhnliche Themen auf, wie die das Leben in einem nicht der Norm entsprechenden Körper, Armut oder gesellschaftliche Isolation.
Hier wurde großes Theater geboten: SIMPLE LIFE präsentierte mit seinen vielseitigen Künstlern und Produktionen das Leben in seiner Schlichtheit - und seinem Facettenreichtum. Die Geschichten, die sie erzählten, sind so menschlich und universell, dass sich der Zuschauer nicht entziehen konnte. Das Leben wird zur Bühne und die Bühne zum Leben, die Grenzen verschwimmen und beziehen den Besucher in das Geschehen mit ein. Der mittlerweile auf allen großen Festivals vertretene italienische Regisseur Pippo Delbono bearbeitet in seinem Stück „Guerra“ die Gewalt, die den Menschen während der Kriege angetan wird. Er stellt diesem die Utopie und die Revolution, die Liebe und die Sehnsucht gegenüber. Der äußere Krieg wird durch einen inneren Krieg zwischen Männern und Frauen dargestellt, die durch Obdachlosigkeit, Psychiatrieaufenthalt oder Behinderung ein Leben am Rande der Gesellschaft führen.
Das online-Magazin "Schattenblick" hat sehr ausführlich über das Festival berichtet:
Lesen Sie hier weitere Artikel über das gesamte Festival und einzelne Produktionen
Lesen Sie hier Interviews mit den am Festival beteiligten Regisseuren
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gefördert durch die


in Kooperation mit

FACHTAGUNG REAL REALITY BESONDERE DARSTELLER AUF DER BÜHNE 19./20.11.2010
Die im Rahmen dieses Festivals stattfindende Fachtagung stellt alte und neue Formen des Dokumentartheaters mit unterschiedlichsten Protagonisten – Schulkindern, arbeitslosen und behinderten Menschen vor. Der Umgang mit „authentischen Orten“, wie Schulen, Privatwohnungen und anderen Stadträumen, lehnt sich an diese Thematik an. „Rimini- Protokoll“, das Projekt „X-Wohnungen“ u.v.m. verlassen die Distanz der Bühne, um in den alltäglichen Räumen der Menschen zu agieren. Die Grenzen zwischen Alltag und Kunstwerden hier bewusst verwischt. Die Fachtagung will der Frage nachgehen, inwieweit diese Experimente und Methoden ihr Ziel erreichen, und wie sich das Theater und die Rezeption des Zuschauers dadurch verändert haben.
MITWIRKENDE Amelie Deuflhard (Kampnagel), Daniel Wetzel (Rimini Protokoll), Jörg Lukas Matthaei (matthaei & konsorten), Dominik Bender (Theater zum westlichen Stadthirschen), Cecille Ullerup Schmidt (X-Schulen), Yvonne Schmidt (Doktorandin Theaterwissenschaften), Gudrun Herbold (HBK Braunschweig), Matthias Quabbe (Kampnagel K3), Evgeni Mestetschkin (freier Regisseur)
Programm zum Download
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DATEN (FR) 19.11.2010 14.00 Uhr - 18.00 Uhr (SA) 20.11.2010 11.00 Uhr - 18.00 Uhr ORT, PREIS k3, 90 € (70 € erm.)

Simple Life 2004 SIMPLE Life – Internationales Theaterfestival in Berlin vom 12. – 21.11.2004
An zehn Tagen stellten Künstler aus Europa und Kanada ihre theatrale Auseinandersetzung mit außergewöhnlichen Lebenssituationen vor. Ihren sehr persönlichen Umgang mit plötzlich eintretenden Krisen, wie Krankheit, Flucht, Gefangenschaft und dem Leben außerhalb der gesellschaftlichen Norm, zeigten sie auf den drei Bühnen des Berliner Hebbel am Ufer. Behinderung, Armut oder eine transsexuelle Identität sind - unter anderem - die außergewöhnlichen Umstände, die ein "normales" Leben in Frage stellen. Betroffene agierten auf der Bühne und Schauspieler versetzten sich in das Leben an der Peripherie, indem sie es ins Zentrum ihrer künstlerischen Arbeit stellten. Das Publikum erlebte eindrucksvoll, wie Grenzen überwunden werden müssen, der Alltag dauerhaft verändert und das Leben unvermutet in eine andere Richtung gelenkt wird. Unter den eingeladenen Gruppen aus Lettland, Belgien, Kanada, Frankreich, Italien, Polen, Finnland und Deutschland waren auch drei Theater- und Tanzformationen, in denen Menschen mit Behinderung integriert sind. Die finnische Gruppe Rajat'on begeisterte unter der Choreographie von Tomi Paasonen zweimal vor ausverkauftem Haus. Die französische Gruppe L'Oiseau Mouche und das Berliner Theater Thikwà zeigten ihre Produktionen "No Exit" und "ver-richtungen". Insgesamt war das Festival gut besucht, einige Vorstellungen waren ausverkauft. Dem Besucher bot sich ein mit 37 Veranstaltungen gefülltes interessantes Programm, zu dem ein Fachsymposium mehrere Talkrunden und Arbeitsgespräche mit Regisseuren und Choreographen und fast 30 Aufführungen in drei Häusern gehörten.
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