CAN DO CAN DANCE – Hamburger Tanztage mit Royston Maldoom 2006/2007

Hamburg stand im August und September 2006 ganz im Zeichen des Community Dance, einer Tanzbewegung, die aus England kommt und auch in Deutschland mittlerweile viele Anhänger gefunden hat.
Vom 28.08.2006 bis 15.09.2006 wurden fünf Choreographen (Mekbul Jemal/Äthiopien, Susannah Broughton/England, Janice Parker/ Schottland, Mags Byrne/Nordirland, Tamara McLorg/England ) unter der künstlerischen Leitung von Royston Maldoom nach Hamburg eingeladen, um Produktionen mit behinderten Menschen, Migranten, Senioren und Grundschülern zu entwickeln. Über 300 Menschen waren an diesem Projekt beteiligt.
Royston Maldoom erarbeitete eine Choreographie mit jungen Männern ohne Schulabschluss. Der Probenprozess in diesen Wochen wurde offen und transparent gestaltet: Interessierte und Profis konnten an verschiedenen Workshops und Lectures teilnehmen und während der Proben bei den fünf Choreographien hospitieren.
Zahlreiche Veranstaltungen und Gesprächsrunden zum Thema Community Dance fanden statt. Die Erkenntnisse aus der aktiven Arbeit des Community Dance waren Thema eines Laboratoriums, welches am 26./27.08.2006 stattfand.
Höhepunkt des Veranstaltungszyklus waren die Präsentationen der fünf Choreographien, die Royston Maldoom zu einer Performance zusammengestellt hat, am 16.09. und 17.09.2006 im Hamburger Schauspielhaus im Rahmen einer festlichen Gala und einer Matinee-Veranstaltung. Vor ausverkauftem Haus wurden die Beteiligten mit Standing Ovations gefeiert und präsentierten ihre Arbeit noch an vier weiteren Abenden in der Hamburger Hochschule für Musik und Theater.
Im Oktober 2007 fand erneut ein Projekt mit dem britischen Choreographen statt, dessen Aufführung diesmal auf Kampnagel Hamburg statt fanden. Wie schon 2006 arbeitete Royston Maldoom mit verschiedenen Choreographen und Laiengruppen zusammen. Die Schottin Janice Parker war wieder dabei und entwickelt mit behinderten und nicht behinderten Menschen in Kooperation mit der Elbe-Werkstätten GmbH eine Teilchoreographie. Tamara McLorg aus England arbeitete diesmal mit langzeitarbeitslosen Frauen. Royston Maldoom wiederum trainierte sozial benachteiligte Jugendliche der Grone Netzwerk GmbH. Im Unterschied zu 2006 – damals wurden die Choreographien der einzelnen Teilnehmergruppen getrennt voneinander entwickelt und erst für die Aufführungen im Deutschen Schauspielhaus zusammengesetzt – entstand diesmal eine etwa einstündige Gesamtchoreographie mit allen beteiligten Tänzern. Die Grenzen zwischen den verschiedenen Gruppen sollten damit bewusst aufgehoben werden. Fünf Mal wurde diese Choreographie vor ausverkauftem Haus auf Kampnagel gezeigt.

Das Projekt wurde 2007 mit Mitteln der Hamburgischen Kulturstiftung wiederholt.

 

Ein Projekt von kontext kulturproduktionen in Kooperation mit der Dr.E.A. Langner-Stiftung und EUCREA e.V.

Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes und die Aktion Mensch

 

 

 

www.candocandace.de

www.community-dance.de