KULTURPOLITIK

    Die Arbeit von EUCREA verfolgt das Ziel, Politik, Verwaltung und Kulturakteure im deutschsprachigen Raum für das Thema Diversität im Kulturbetrieb zu sensibilisieren. Der Verband will Aktive in ganz Deutschland motivieren, zum Thema zusammenzuarbeiten. Dabei geht es auch darum, mehr Schnittstellen zwischen Kunst, Kultur und Behindertenpolitik zu erreichen.

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    08.03.2021: EUCREA initiiert offenen Brief an die Beauftragte für Kultur und Medien mit über 200 Unterzeichnenden

    Am 03.02.2021 wurde der Nationale Aktionsplan Integration vom Bundeskabinett beschlossen, der zahlreiche Maßnahmen für mehr Diversität in Kunst und Kultur unter Federführung der Beauftragten für Kultur und Medien vorsieht und entsprechenden Mittel zur Umsetzung zur Verfügung stellen will. Auch wenn in der aktuellen Veröffentlichung von der „Teilhabe aller Menschen“ gesprochen wird, soll sich die Förderung auf den Nationalen Aktionsplan Integration beziehen, der „die Gestaltung der Integration der Bevölkerung mit Migrationshintergrund“ thematisiert. Dass Maßnahmen gegen Ausgrenzung, Rassismus und Diskriminierung seitens der Bundespolitik vorangetrieben werden, begrüßen wir sehr. Jedoch kommen Menschen (Künstlerinnen und Künstler) mit Behinderung in diesem Programm, das Diversität für alle in den Fokus nimmt, nicht vor.

    EUCREA möchte gemeinsam mit den fast 200 Unterzeichnenden die Kulturstaatsministerin
    Monika Grütters darauf hinweisen, dass wir uns eine intersektionale Diversitätsförderung wünschen, die verschiedene gesellschaftliche Gruppen berücksichtigt, und auch die Interessen von Künstler:innen mit Behinderung einbezieht. Wir sind auch der Meinung, dass eine strategische Umsetzungsplanung des Nationalen Aktionsplan 2.0 zur UN-Behindertenrechtskonvention seitens der Kulturpolitik des Bundes lange überfällig ist.
     
     
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    NOCH UNTERSCHREIBEN?
    Für die, die den Brief in der ersten Runde nicht bekommen haben, bieten wir an, den Brief nachträglich zu unterzeichnen. Bitte senden Sie uns eine Mail mit Vor- und Nachnamen, Institution/Beruf, Ort - Betreff: Offener Brief BKM.

    02.02.2021: Netzwerk nicht-behinderter und behinderter Tanz- und Theaterschaffender kritisiert mangelnde barriererfreiheit des programms neustart kultur

    In einem offenen Brief an die Kulturstaatsministerin Monika Grütters kritisiert das Netzwerk nichtbehinderter Tanz- und Theaterschaffender, in dem auch EUCREA vertreten ist, die mangelnde Barrierefreiheit des Programms Neustart Kultur, das vom Fonds Darstellende Künste verwaltet wird. In dem Schreiben werden Handlungsvorschläge für eine Kulturförderung, die Barrierefreiheit umsetzt, gemacht.
     

     

     

     
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    03.01.2021: EUCREA unterzeichnet mit vielen Partnern Petition an die Europäische Kommission

    Europe Beyond Access ist ein europäisches 4-Jahres-Programm (2018-2020), das die Karrieren behinderter Künstler:innen internationalisieren und Europas darstellende Kunstszene verändern soll.

    Die Kernpartner des Projekts sind der British Council (für dieses Projekt in UK und Deutsch-land), Kampnagel (Deutschland), Skånes Dansteater (Schweden), Oriente Occidente (Italien), Onassis Stegi (Griechenland), Holland Dance Festival (Niederlande) und Per.Aer rt (Serbien). Es wird vom Programm Kreatives Europa der Europäischen Kommission kofinanziert. EUCREA ist einer der assoziierten Partner.

    Das Programm umfasst einen umfangreichen Tätigkeitsplan mit Workshops, Künstlerresidenzen, Toolkits, Networking-Events, Performances, kreativen Laboratorien, Interviews mit Künstlerinnen und Künstlern und Filmen.

    Die Hauptziele von Europe Beyond Access sind:

    • einen Beitrag leisten zur künstlerischen Innovation behinderter Künstler:innen in Europa
    • die Karrieren derjenigen, die als behinderte Künstler:innen immer noch massiv marginalisiert werden, zu fördern, ihren Projekten professionellere Rahmen- und Produktionsbedingungen zu bieten und sie durch aktives Touring international bekannter zu machen.
    • Mit den sieben Partnerinstitutionen soll ein Netzwerk führender Mainstream-Organisationen geschaffen werden, die sich verpflichten, Arbeiten von Kunstschaffenden mit Behinderung zu produzieren, diese mit der Entwicklung zu beauftragen und in den Hauptprogrammen der Häuser zu präsentieren.
    • Schaffung der bestmöglichen Branchenbedingungen für die Herstellung, Entwicklung, Produktion und Präsentation von Werken behinderter Künstler

    https://www.britishcouncil.de/europe-beyond-access

    https://www.disabilityartsinternational.org/europe-beyond-access/

     

    STATEMENT KULTUR- UND FÖRDERPOLITIK 30.09.2020

    In ihrem Abschluss-Statement auf der EUCREA Veranstaltung "Sind wir soweit – Inklusive Kooperationen im Kulturbetrieb" stellt Munise Demirel (Behörde für Kultur und Medien Hamburg) Forderungen dazu auf, was sich in Kultur- und Förder-politik in Deutschland zugunsten von Künstlern und Künstlerinnen mit Behinderung ändern sollte.

     

     
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    EINFÜHRUNG IN DIE DIVERSITÄTSPROGRAMME DES BRITISH COUNCIL

    30.09.2020

     

    Der British Council in London entwickelt seit mehr als 40 Jahren Programme, um den Austausch und die Vernetzung von Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen zu fördern.Welche Instrumente setzt der British Council ein, um mehr Inklusion und Vielfalt in den Programmen der staatlich geförderten Kultureinrichtungen und den Kulturangeboten zu erreichen? Wie gelingt Vielfalt sowohl im Publikum als auch beim Personal der Kultureinrichtungen? Vorgestellt werden ausgewählte Strukturprogramme und Projekte, die sich gegen Diskriminierung von Menschen mit einer Behinderung und für Vielfalt und Chancengleichheit einsetzen.

    Munise Demirel, Referentin für Inklusive Kulturprojekte in der Behörde für Kultur und Medien Hamburg, hat für den EUCREA Summit in Hannover 2020 die wichtigsten Strategien dieser Programme zusammengefasst:

     

     

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    EUCREA VERÖFFENLICHT POSITIONSPAPIER FÜR MEHR DIVERSITÄT IM KUNST- UND KULTURBETRIEB IN DEUTSCHLAND 2019

     

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    Unter dem Titel "Diversität im Kunst- und Kulturbetrieb in Deutschland: Künstler:innen mit Behinderung sichtbar machen" veröffentlicht EUCREA eine grundlegende Stellungnahme zum Thema. Ziel des Papiers ist es, Kunst- und Kultur-einrichtungen, Politik und Verwaltung zum Umdenken anzuregen und eine verbesserte Infrastruktur in Bezug auf Arbeit und Ausbildung zugunsten von Künstler:innen mit Beeinträchtigung einzufordern. Ausschlüsse auf verschiedenen Ebenen sind dafür verantwortlich, dass Kreative mit Beeinträchtigung in privaten und öffentlichen Kultureinrichtungen bislang kaum oder gar nicht zu finden sind – weder im künstlerischen Betrieb noch in der Rolle der Kulturvermittelnden. Für diese Gruppe mangelt es insbesondere an Ausbildungs- und Arbeitsmöglichkeiten, an baulicher und auf Information bezogener Barrierefreiheit sowie am Zugang zu strukturellen Hilfeleistungen.

    Kunstschaffende mit Beeinträchtigungen sollen im etablierten Kulturbetrieb ihren Platz haben – nicht nur, weil sie einen großen Bestandteil der Bevölkerung ausmachen, sondern auch, weil sie die künstlerische Vielfalt in Deutschland stärken. Die Vision einer diversitätsbasierten Kulturlandschaft betrifft nicht allein neue Akteure im künstlerischen Betrieb, in Perso-nalstrukturen und im Publikum, sondern künstlerische Inhalte und Formen sowie den Zugang zum Ausbildungs- und Arbeitsmarkt.

    Das Papier beschäftigt sich damit, inwieweit das in Großbritannien vom Arts Council England aufgelegte Programm "Creative Case for Diversity" für Deutschland angewendet werden kann. Problematisiert wird, dass der Begriff "Diversität" in Deutschland erneut sektioniert verwendet wird und sich Diversitätsbemühungen häufig zugunsten einer spezifischen Gruppe ausrichten. Nicht zuletzt zeigt das Papier, auf welchen Handlungsebenen gearbeitet werden muss, um eine Diversifizierung im Kunst- und Kulturbetrieb durchzusetzen, und welche formalen Bedingungen für einen Schritt in diese Richtung hilfreich wären.

    Auf dem EUCREA-Summit in Hannover im September 2020 hat Angela Müller-Giannetti das Positionspapier erneut kurz vorgestellt:

     

     

     

    Stand Sommer 2020:

    Im Rahmen der ständigen Kultusministerkonferenz hat sich aufgrund des Positionspapiers von EUCREA eine Ad-hoc -AG mit dem Titel "Barrierefreiheit und Inklusion in der Kultur" gegründet, um bundesweit zielgerichteter im Sinne von Inklusion tätig zu werden. In Hamburg hat diese Arbeitsgruppe nun erstmals im Mai 2019 getatgt und verschiedene Experten-meinungen zu dem Thema eingeholt. EUCREA hat die Einrichtung einer Bundeskontaktstelle gefordert, die die Aktivitäten und Akteure in den Ländern bündelt, Lobbyarbeit organisiert und Menschen mit Behinderung sowie Kulturinstiutionen berät. Aktuell wird dieser Vorschlag in der Ad-hoc-AG noch diskutiert, die einzelnen Länder vertreten hierzu verschiedene Positionen.

     

    Hier Unterstützerschreiben anderer Akteure lesen:

    Bundesverband Lebenshilfe, Ulla Schmidt 26.11.2018

    Rebecca Maskos 29.07.2018

    tanzbar bremen, Günther Grollitsch, Corinna Mindt

    Un-Label, Lisette Reuter 27.07.2018

     

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    BUNDESTEILHABEGESETZ (BTHG)

    30.09.2018

     

    Das 2017 erlassene Bundesteilhabegesetz tritt sukzessive in Kraft. Praktisch gesehen wurde das System der Werkstätten für Menschen mit Behinderung (WfbM), in denen aktuell der überwiegende Teil von Künstler:innen mit Behinderung tätig ist, erhalten.

    Ab 2018 werden allerdings einige neue, für Kunstaktive mit Beeinträchtigungen möglicherweise interessanteste Aspekte, rechtsgültig: die flächendeckende Ausweitung des „Budgets für Arbeit“ und die Zulassung „Andere Anbieter“.

     

    Andere Anbieter

    Eine der wichtigsten Änderungen ist die Zulassung „Anderer Anbieter“ nach §60 SGB IX . Waren bisher nur Werkstätten für Menschen mit Behinderung berechtigt, Arbeitsplätze für berechtigte Leistungsempfänger anzubieten, können jetzt auch andere Träger Anträge an die Bundesarbeitsagentur stellen, um Leistungsanbieter zu werden. „Andere Anbieter“ haben den Vorteil, dass sie nicht, wie eine WfbM, einer Aufnahmeverpflichtung unterliegen. Darüber hinaus wurde die erforderliche Mindestbeschäftigtenanzahl von 120 auf 5 Personen gesenkt. Trotzdem müssen „Andere Anbieter“ alle Leistungen – wie eine WfbM - erbringen, (räumliche Bedingungen, Fachpersonal, Zertifizierung etc.). Der Kostensatz wird mit dem jeweiligen Kostenträger (Integrationsämter) ausgehandelt. Naheliegend ist, dass dieser die Kosten eines WfbM-Arbeitsplatzes kaum übersteigen wird, denn schließlich ist das BTHG auch deswegen entwickelt worden, um mögliche Kostensteigerungen zu vermeiden Als kleinerer Träger mit weniger Plätzen lassen sich daraus die anfallenden Kosten kaum finanzieren. Wahrscheinlicher ist, dass größere Bildungsträger in diesen Leistungsbereich einsteigen und es zu neuen Trägerkombinationen kommt.

    Eine Antragstellung als „Anderer Anbieter“ ist ab Ende Dezember 2017 bei der Bundesarbeitsagentur möglich.

    http://www.bmas.de/DE/Schwerpunkte/Inklusion/Fragen-und-Antworten/was-sind-andere-leistungsanbieter.html

     

    Budget für Arbeit

    Auch für die flächendeckende Einführung des „Budget für Arbeit“ fällt 2018 der Startschuss. Das „Budget für Arbeit“ ist für den Personenkreis der bereits in einer WfbM Beschäftigten gedacht, der langfristig auf dem ersten Arbeitsmarkt tätig werden möchte. Ein Arbeitgeber erhält dafür einen Lohnkostenzuschuss von bis zu 70% vom Leistungsgeber zzgl. möglicher Betreuungskosten. Gewährt wird das Budget zunächst für fünf Jahre, eine Anwendung bei Teilzeitarbeit ist ebenfalls möglich. Die Teilnehmer haben jederzeit das Recht auf eine Rückkehr in die WfbM.

    Die ganz große Veränderung im Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderung wird durch das BTHG wohl nicht erreicht werden. Hätte man einen wirklichen Kurswechsel gewollt, wäre das „Budget für Arbeit“ dem berechtigten Personenkreis auch ohne vorherigen Aufenthalt in einer WfbM zugesprochen worden. Auch wäre es möglich gewesen, „andere Anbieter“ zuzulassen, ohne die gleichen Leistungs- und Funktionsanforderungen wie bei einer WFBM zu stellen. Aber ein erster Schritt zu mehr Vielfalt in den beruflichen Angeboten ist trotzdem getan. Letztlich wird es von der Bereitschaft der Länder und der Kommunen abhängen, wie weit diese neuen flexibleren Bedingungen in Zukunft wirklich genutzt werden können.

    EUCREA wird den weiteren Verlauf in der Bildungs- und Berufspraxis unter Berücksichtigung dieser neuen Möglichkeiten in seinen Veröffentlichungen und Tagungen begleiten.

     

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    NATIONALER AKTIONSPLAN (NAP) 2.0 2016

    EUCREA hat an der Gestaltung des Nationalen Aktionsplans 2.0 mitgewirkt, der am 28.06.2016 nach einer fast zwei-jährigen Arbeitsphase veröffentlicht wurde. Der Nationale Aktionsplan ist das zentrale Papier, das die Umsetzung der UN- Behindertenrechtskonvention für Deutschland nach innen hin erfasst und regelt. Während die erste Ausgabe des Aktionsplanes Menschen mit Beeinträchtigungen nur als Rezipienten von Kunst und Kultur erfasst hat, konnte in der Folge erreicht werden, dass diese auch als Kunstschaffende thematisiert werden. So heißt es aktuell:

    „Ein wichtiger Bestandteil dieser Entwicklung ist, dass zunehmend Künstlerinnen und Künstler mit Behinderungen in die Öffentlichkeit treten: Kunst- und Kulturprojekte in allen künstlerischen Disziplinen erreichen mittlerweile ein breites Publikum. Die Einladung von inklusiv arbeitenden Theater- und Musikensembles zu renommierten Festivals, das Engagement von Schauspielerinnen und Schauspielern mit Behinderungen an bedeutenden Theatern und die Beteiligung von Künstlerinnen und Künstlern mit Behinderungen an nationalen und internationalen Ausstellungen lassen ein zuneh-mendes Interesse an künstlerischer Leistung unabhängig von einer Zuschreibung „Behinderung“ erkennen.

    Voraussetzung für die künstlerische Leistung von Menschen mit Behinderungen ist die adäquate Ausbildungsmöglichkeit. So müssen das Bewusstsein für die künstlerische Ausbildung von Menschen mit Behinderungen sowie die Ausbildung für eine künstlerische Arbeit mit Menschen mit Behinderungen erst noch in die Breite der ausbildenden Institutionen gebracht werden. Das Bewusstsein für die Beiträge von Menschen mit Behinderungen zum gesellschaftlichen und kulturellen Leben wächst durch ihre Präsenz und die Qualität ihrer Beiträge. Professionelle Künstlerinnen und Künstler mit Behinderungen folgen diesem Selbstverständnis.“

    NAP 2.0, Abschnitt 3.9. Kultur, Sport, Freizeit, Seite 150 ff

    http://www.bmas.de/SharedDocs/Downloads/DE/PDF-Schwerpunkte/inklusion-nationaler-aktionsplan-2.pdf?__blob=publicationFile&v=4

     

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    VERÖFFENTLICHUNG DURCH DEN DEUTSCHEN KULTURRAT

    https://www.kulturrat.de/wp-content/uploads/2017/10/puk06-17.pdf

     

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    BUNDESWEITES NETZWERK KULTUR UND INKLUSION

    Seit 2015 fördert die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien das Netzwerk „Kultur und Inklusion“, für das die Akademie der Kulturellen Bildung des Bundes und des Landes NRW die Trägerschaft in Kooperation mit dem Verein InTakt e.V. übernommen hat. EUCREA ist aktiver Teil des Netzwerks und wirkt inhaltlich in Round-Table-Gesprächen an der Gestaltung der jährlichen Themen mit. Im Netzwerk sollen Themenfelder diskutiert und weiterentwickelt werden, welche die praktische Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in künstlerischen und kulturellen Feldern aufwirft. Als Dialog- und Fachforum bringt das Netzwerk Erfahrungen und Ansätze aus Theorie und Praxis, Wissenschaft, Forschung und Politik in Austausch.

    Auf der Internetseite des Netzwerks findet man außerdem die Dokumentationen von jedem Treffen. Themen des Netzwerkes 2015 - 2017:

    2015: Arbeit

    • Werkstatt für Menschen mit Behinderung und künstlerische Tätigkeit auf dem Arbeitsmarkt Kultur
    • Kunst- und Kulturschaffende mit Behinderung als freiberufliche Akteure
    • Öffnung und Wege in die Kulturinstitutionen

    2016: Ausbildung

    • Thema: Ausbildung für künstlerische Tätigkeit von und mit Menschen mit Behinderung

    2017: Darstellung von Menschen mit Behinderung in Film und Fernsehen

    http://kultur-und-inklusion.net/

     

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    KOMPETENZVERBUND KIWIT

    Die Online-Plattform „Kultur öffnet Welten“ ist Teil des Kompetenzverbundes KIWit, einem Zusammenschluss verschie-dener Einrichtungen und Akteure, die sich dem Thema kulturelle Teilhabe widmen. Sie bietet denjenigen Kulturschaffenden und Institutionen eine Plattform, für die kulturelle Teilhabe ein grundlegendes Anliegen ist. Gemeint sind damit bewusste Planung, Umsetzung und Vermittlung kultureller Angebote für Menschen aller Altersgruppen, unabhängig von ihrer sozialen Lage, einer Beeinträchtigung oder ihrer ethnischen Herkunft.

    http://www.kultur-oeffnet-welten.de/initiative.html

    Eine Übersicht speziell zum Thema Inklusion:

    http://www.kultur-oeffnet-welten.de/positionen/themen/thema-detail.html?id=21

     

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    KUBI-ONLINE

    Die Wissensplattform für Kulturelle Bildung Online ist ein Projekt in Trägerschaft der vier bundesweit agierenden Fachorganisationen für Kulturelle Bildung in Deutschland: der Akademie der Kulturellen Bildung des Bundes und des Landes NRW, der Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel, der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung sowie dem Institut für Kulturpolitik der Stiftung Universität Hildesheim. Seit 2014 öffnet die Wissensplattform das „Universum kulturelle Bildung“ auch zum Thema Diversität/Inklusion:

    https://www.kubi-online.de/inhalt/kulturelle-vielfalt-inklusion

    https://www.kubi-online.de/artikel/zwischenraum-kunst-behinderung-inklusion

     

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    DIVERSITY.ARTS.CULTURE BERLINER PROJEKTBÜRO FÜR DIVERSITÄTSENTWICKLIUNG

    Erklärtes Ziel ist: Die gesellschaftliche Vielfalt soll sich stärker als bislang im Berliner Kulturbereich abbilden.  Dazu hat die Senatsverwaltung für Kultur und Europa "DIVERSITY. ARTS. CULTURE - Das Berliner Projektbüro für Diversitätsent-wicklung" eingerichtet, so, wie im Koalitionsvertrag der Berliner Landesregierung festgehalten.

    http://www.kulturprojekte.berlin/blog/diversityartsculture-berliner-projektbuero-fuer-diversitaetsentwicklung/

     

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    SERVICESTELLE INKLUSION IM KULTURBEREICH/SACHSEN

    Seit Beginn April 2017 ist beim Landesverband Soziokultur Sachsen e.V. die Servicestelle Inklusion im Kulturbereich angesiedelt. Das vom Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst geförderte Projekt hat zum Ziel, sächsische Kultureinrichtungen für das Thema Inklusion zu sensibilisieren und zur Umsetzung zu befähigen.

    https://soziokultur-sachsen.de/arbeitsbereiche/inklusion

     

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    (IN:SZENE) – MEHR VIELFALT IM KULTURBETRIEB

    Seit Anfang 2016 bietet die Werkstatt 3 (W3) Kulturbetrieben und freien Kunstschaffenden Beratung und Begleitung zum Thema Diversität. Dazu gehören vielfaltssensible Qualitätsentwicklung, Qualifizierung, Weiterbildungsprogramme für Multiplikatoren und Vernetzung.

    http://www.w3-hamburg.de/inszene

     


    2014

    STUDIE DER KULTURPOLITISCHEN GESELLSCHAFT 2014: INKLUSIVE BILDUNG UND KULTURARBEIT

    Das Institut für Kulturpolitik der Kulturpolitischen Gesellschaft hat 2014 eine Studie herausgegeben, die sich mit der Begriffsdefinition und der politischen Relevanz von Inklusion auseinandersetzt und Methoden, Akteure und Förderpartner vorstellt.
    Die von Franz Kröger, Irmgard Merkt und Norbert Sievers entwickelte Studie steht hier zum Download bereit.

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    Text in einfacher sprache lesen

    Vielfalt: Alle sind verschieden - auch in der Kultur-Arbeit

    Künstler und Künstlerinnen mit Behinderung sichtbar machen

     

    „Welche Stimmen sind im Raum, und wer fehlt?“

    Abid Hussain, Arts Council England

    [übersetzt: Englischer Kunst-Rat]

    In Deutschland gibt es viel Kultur.

    Es gibt viele Künstler und Künstlerinnen.

    Es gibt auch Künstler und Künstlerinnen mit Beeinträchtigung.

    Trotzdem ist ihre Kunst oft nicht sichtbar.

    Warum ist das so?

    In großen Städten gibt es Vereine und Gruppen für Künstler und Künstlerinnen mit Beeinträchtigung.

    Aber diese Angebote sind oft nur für Menschen, die in einer Werkstatt arbeiten.

    Manche der Projekte gibt es schon seit vielen Jahren.

    So sind viele Künstler und Künstlerinnen mit Beeinträchtigung bekannt geworden.

    Man kennt ihre Kunst in Deutschland.

    Und in anderen Ländern.

    Aber nicht alle Menschen mit einer Beeinträchtigung arbeiten in einer Werkstatt.

    Dann ist es schwieriger, als Künstler oder Künstlerin mit Beeinträchtigung zu arbeiten.

    Es gibt nur sehr wenige Angebote.

    Es gibt zu wenig Assistenz.

    Und es gibt zu wenig Ausbildungen.

    Das macht vieles schwieriger.

     

     

    Zusammenfassung

    In diesen Texten konnte man lesen:

    Welche Möglichkeiten haben Künstler und Künstlerinnen mit Beeinträchtigung?

    Man konnte Beispiele lesen.

    Man konnte etwas über Projekte erfahren.

    Jetzt fassen wir zusammen:

    Was haben wir daraus gelernt?

    Was ist wichtig für die Zukunft?

    Viele dieser Projekte haben ein Problem mit Geld.

    Sie bekommen immer nur Geld für eine kurze Zeit.

    Sie stellen einen Antrag.

    Dann bekommen sie Geld für ihre Arbeit.

    Aber oft wissen sie nicht:

    Können wir auch im nächsten Jahr mit der Arbeit weitermachen?

    Wird auch dann Geld da sein für die Arbeit?

    Das macht die Arbeit schwieriger.

    Man kann immer nur für kurze Zeit planen.

    Es ist schwierig, etwas zu verändern für Künstler und Künstlerinnen mit Beeinträchtigung.

    Dafür müssten die Projekte sicher weiterarbeiten können.

    Sie bräuchten sicheres Geld für eine längere Zeit.

    Sie brauchen Förderung.

    Dafür braucht man neue Programme.

    Noch eine Veränderung wäre gut:

    Wir wünschen uns eine Service-Stelle für Verschiedenartigkeit in Kunst und Kultur.

    Die Stelle soll Anprech-Partner sein für Künstler und Künstlerinnen mit Beeinträchtigung aus ganz Deutschland.

    Und sie soll Ansprech-Partner sein für Projekte.

    Diese Aufgaben soll die Service-Stelle haben:

    - Förderung von Künstlern und Künstlerinnen mit  Beeinträchtigung

    - Beratung

    - Information

    - Planung von Zusammen-Arbeit von verschiedenen Gruppen wie Künstler und Künstlerinnen, Politik und Verwaltung


    Auch bei den Kultur-Ämter und den Kultur-Behörden soll sich etwas verändern in Zukunft.

    Sie haben eine wichtige Aufgabe.

    Diese Aufgabe ist Inklusion.

    Das heißt:

    Sie müssen sich darum kümmern, dass alle Künstler und Künstlerinnen die gleichen Chancen haben.

    Auch Künstlern und Künstlerinnen mit Beeinträchtigung.

    Dafür müssen sie etwas verändern.

    Sie müssen Projekte von Künstlern und Künstlerinnen mit Beeinträchtigung fördern.

    Sie müssen Leute einstellen für diese Förderung.

    Sie müssen Gelder vergeben.

    Und sie müssen mehr unterschiedliche Angebote an das Publikum machen.

    Damit das Publikum sich daran gewöhnt, dass Verschiedenheit normal ist.

    Das ist ein wichtiges Ziel für die Kultur-Ämter und Kultur-Behörden.

    Es gibt viele junge Menschen mit Beeinträchtigung.

    Viele von ihnen haben ein Talent.

    Das heißt: Sie können etwas besonders gut.

    Vielleicht können sie in Zukunft gute Künstler und Künstlerinnen sein.

    Dafür brauchen sie Unterstützung.

    Unterstützung in der Schule.

    Und Unterstützung außerhalb der Schule.

    Vielleicht durch ein Praktikum.

    So können sie mehr über Kunst lernen.

    Sie werden gefördert.

    Vielleicht brauchen sie Unterstützung für eine Bewerbung an einer Kunst-Schule.

    Künstler und Künstlerinnen mit Beeinträchtigung brauchen eine Ausbildung.

    Sie müssen lernen: Wie kann ich ein Profi sein?

    Wie kann ich als Künstler oder Künstlerin arbeiten?

    Was muss ich dafür wissen und können?

    Welche Techniken kann ich benutzen?

    Vielleicht brauchen sie dafür Assistenz.

    Dafür gibt es noch zu wenige Angebote.

    Es muss dafür mehr Zusammen-Arbeit geben.

    Zusammen-Arbeit mit Kunst-Schulen und der Behinderten-Hilfe.

    Nur dann wird sich in Zukunft etwas verändern.


    Noch etwas muss sich weiter-entwickeln:

    Es muss mehr Arbeits-Plätze geben für Künstler und Künstlerinnen mit Beeinträchtigung.

    Vielleicht sind es Außen-Arbeits-Plätze von einer Werkstatt.

    Oder es sind Arbeits-Plätze mit dem Budget für Arbeit.

    Mehr Menschen müssen davon erfahren.

    Es muss bekannter werden.

    Dann können mehr Anbieter das Budget für Arbeit nutzen.

    Und dann gibt es auch mehr Arbeits-Plätze für Künstler und Künstlerinnen mit Beeinträchtigung.


    Auch in der Gesellschaft muss sich etwas verändern.

    Viele Menschen kennen keine Kunst von Künstlern und Künstlerinnen mit Beeinträchtigung.

    Sie wissen nichts über Verschiedenartigkeit.

    Sie sehen keine Schauspieler und Schauspielerinnen mit Beeinträchtigung im Fernsehen.

    Sie lesen keine Texte von Journalisten und Journalistinnen mit Beeinträchtigung in den Zeitungen.

    Sie lesen keine Bücher von Autoren und Autorinnen mit Beeinträchtigung.

    Sie treffen in ihrer Freizeit keine Menschen mit Beeinträchtigung.

    Die Kunst von Menschen mit Beeinträchtigung muss bekannter werden.

    Zeitungen und Fernsehen müssen mehr darüber berichten.

    Nicht weil sie Mitleid haben.

    Sondern weil es gute Kunst ist.

     

    EUCREA

    EUCREA vertritt die Interessen von Künstlern und Künstlerinnen mit Beeinträchtigung in Deutschland.

    Man kann dazu auch sagen: EUCREA ist der Dach-Verband von Künstlern und Künstlerinnen mit Beeinträchtigung.

    Mit diesem Thema kennen wir uns gut aus.

    Wir haben viel Fach-Wissen.

    EUCREA macht viele Fach-Tage.

    Wir bieten Veranstaltungen an.

    Wir entwickeln neue Ideen.

    Und wir schreiben darüber.

    Bei EUCREA kann man ins Gespräch kommen.

    Wir bieten Ihnen Austausch zum Thema Kunst von Menschen mit Beeinträchtigung.

     

     

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