EUCREA NEWS 2_2020
 
     
 
EUCREA
 
 

CONNECT - KUNST IM PROZESS 
BE CRATIVE!
 
 
Im Rahmen des Programmes CONNECT - Kunst im Prozess von EUCREA findet seit 2018 eine Zusammenarbeit zwischen der Künstlergruppe des Atelier Freistil und dem Altonaer Museum in Hamburg statt. Nachdem 2019 die Künstler zunächst im Tandem mit Schülern der Max-Brauer-Schule zum Thema Comic arbeiteten haben, geht es seit November 2019 in die nächste Kooperationsphase. Im Altonaer Museum wird zur Zeit die Ausstellung „Laß Leuchten“ zum Werk des bekannten Hamburger Künstlers und preisgekrönten Lyrikers Peter Rühmkorf von der Arno Schmidt Stiftung präsentiert. Inspiriert durch diese Ausstellung arbeiten Künstlerinnen und Künstler des Atelier Freistil seit drei Monaten bildnerisch und textlich zu den Werken. Dabei bedienen sie sich unterschiedlichster Kreativtechniken: Aktuell arbeiten sie mit der Poetry-Slam-Künstlerin Mona Harry zusammen, die ganz eigene Methoden zur künstlerischen Textgestaltung entwickelt hat. Ab März 2020 werden sich Schüler und Schülerinnen der Max-Brauer- Schule an dem Projekt beteiligen, die im Rahmen ihres Kunstunterrichtes mit den Freistilkünstlern erneut im Tandem zusammenarbeiten. 
 
Die Ergebnisse des Programmes CONNECT - Kunst im Prozess, das in den Bundesländern Hamburg, Sachsen und Niedersachsen durchgeführt wurde, werden am 12./13.06.20 auf einem Summit im Sprengel Museum Hannover veröffentlicht werden. Das Programm erscheint im April 2020.
 
 
 
 
KÜNSTLERPORTRAIT
 
Kenneth Rassmussen beim Stricken in seinem Atelier - vor ihm ein fast 2 Meter hoher Berg an Stricksachen
 
KENNETH RASMUSSEN
 
 
Kenneth Rasmussen arbeitet an der Artschool Bifrost, einem Atelier für Outsider Art in Randers, Dänemark. Alles was er interessant findet, verwendet er als 
  Material. Seine künstlerischen Ausdrucksformen sind vielfältig. Der Lionolschnitt und das Stricken sind seine favorisierten Techniken. In seinen Linolschnitten finden sich häufig Textelemente, Phallussymbole und Personen, mit denen er in Beziehung steht – ob gut oder schlecht, direkt oder indirekt. Der Künstler erfindet seine eigenen Wörter und Konzepte, denen er persönliche Ansichten und Aussagen hinzufügt. Phallussymbole mutieren zu phantasievollen Gewächsen oder verbinden sich mit Figuren. Ähnlich einfallsreich und materialübergreifend sind seine Strickarbeiten. Gummischläuche, Plastiktüten – alles was gestrickt warden kann, wird verwendet. Daraus entstehen phantastische Kunstwerke, die Penisse, BH oder massive, langhalsige und vielarmige Ganzkörperanzüge darstellen. Die Arbeiten Rasmussens wurden bereits weltweit präsentiert, 2009 wurde er „Artist of the Year“ in Ketukki/Finnland.
 
Die Galerie Geyso20 in Braunschweig zeigt mit der Ausstellung MESHES textile Arbeiten von Kenneth Rasmussen und dem Berliner Künstler Oliver Ricke
vom 14.02.20 bis 24.04.20
 
 
 
     
 
KULTURTIPPS
 
 
 
VIELSALM_BE_AUSSTELLUNG
POST ANIMALE
 
 
 
 
Ebenfalls dem Textilen hat sich die Künstlergemeinschaft La S Grande in Vielsalm/Belgien verschrieben. Einiges Unbekanntes ist entstanden, gefärbte Wolle, Kunstfell und unerwartete Materlialien spielen mit Mythos mit Realität. Die meist als Kleidung zu verwendenden Kreationen werden über fünf Tage von der Performergruppe VOORUIT auf den Kopf gestellt. Ein mehrfarbiges Patchwork ist entstanden, das Unsichtbares sichtbar macht.
 
 
05./06.03.2020
 
 
 
     
Szene aus dem Stück (In)visible: Ein Tänzer liegt mit ausgestreckten Armen Rücken an Rücken auf einer am Boden liegenden Tänzerin.
 
 
 
KUNSTPREIS
EUWARD 8
euward - der Europäische Kunstpreis Malerei und Grafik im Kontext geistiger Behinderung lädt zum achten Mal zur Teilnahme ein. Ausgelobt von der Augustinum Stiftung und kuratiert durch internationale ExpertInnen aus fünf Ländern wird er seit 2000 verliehen, um dem aktuellen Schaffen von KünstlerInnen mit geistiger Behinderung ein professionelles Forum zu bieten. Aus den europaweiten Einsendungen werden drei PreisträgerInnen ausgewählt und im Haus der Kunst in München präsentiert. Die Preisverleihung findet im April 2021 statt.
 
Bewerbungsschluß: 20.05.2020
 
 
 
 
     
Plakat mit einer Collage aus Plakaten der Goldstein Galerie
 
 
FRANKFURT_AUSSTELLUNG
SUMMA SUMARUM
 
 
 
 
Die Goldstein Galerie Frankfurt präsentiert eine Übersicht aus den letzen drei Jahren Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramm in Form einer Publikation sowie einer Sammlung aus Videos, Fotografien, Texten und unveröffentlichtem Material. Eine lange Tafel lädt zum Stöbern und Entdecken ein. Die Galerie wird anschließend an die Präsentation eine Umbauphase durchlaufen und ab Juli 2020 mit neuem Programm wieder eröffnen.
 
 
seit 12.02.2020
 
 
 
     
 
 
FILM_BERLIN
DIE NEUE NORM
 
 
 
 
Vom 20. Februar bis 1. März 2020 finden die 70. Internationalen Filmfestspiele in Berlin statt. In diesem Jahr laufen bei der Berlinale 400 Filme. Das Magazin "Die Neue Norm“ - initiiert von den Sozialhelden e.V. - stellt neun Produktionen vor, die sich mit dem Thema Behinderung auseinandersetzen und informieren über die barrierefreien Angebote des Festivals. 
 
 
20.02.20 - 01.03.20
 
 
 
     
Ein lachender Mann trägt eine lachende Frau Huckepack
 
 
KÖLN_VORTRAG
EXPEDITION INKLUSION
 
 
 
Ensemblemitglieder und Dramaturginnen des Schauspiel Köln und ihre KollegenInnen der Theater Werkstatt Aachen (Mixed-abled Ensemble) sprechen über ihre gemeinsame Forschungsreise in die Welt der inklusiven Theaterarbeit und geben in Interviews und kurzen Filmausschnitten unterhaltsame Einblicke in ihre gemeinsame Probenzeit. "Expedition Inklusion" ist eine inklusive Workshopreihe, die im Februar am Schauspiel Köln stattfindet, produziert von BRETTER UND LICHT.
 
04.03.2020
 
 
     
Bild: Foto zeigt einen Ausschnitt von einem großformatigen Gedicht an einer Wand
 
 
LITERATURWETTBEWERB
LICHT & SCHATTEN, HELL & DUNKEL, TAG & NACHT
 
 
 
 
Bereits zum 10. Mal schreibt der Verein Wortfinder e.V aus Bielefeld nun international einen Literaturwettbewerb für Menschen mit geistiger Behinderung aus. Das Thema des diesjährigen Wettbewerbs lautet „Licht & Schatten, Hell & Dunkel, Tag & Nacht“. Die Texte der Preisträger werden in einem Wandkalender veröffentlicht. Der Kalender wird am 17. September in Bielefeld im Rahmen einer Preisverleihung präsentiert.
 
Bewerbungsschluß: 24.04.2020
 
 
 
     
Ein DJ Pult mit pinkem Farbverlauf
 
 
KONZERT_PERFORMANCE
BEATHOVEN FÜR ALLE
 
 
 
 
 
Das Konzert »BEAThoven« im Februar 2020 in Köln ermöglichte Menschen mit und ohne Höreinschränkung eine außergewöhnliche Begegnung mit der Musik Ludwig van Beethovens. Mit 31 Jahren – noch bevor der Komponist seine größten Meisterwerke schrieb – war er selbst fast vollständig gehörlos. Das WDR Funkhausorchester präsentierte im Beethoven-Jubiläumsjahr 2020 erstmals ein Konzept, bei dem Beethovens Musik von den Haarspitzen bis in die Zehen spürbar wurde. Unter der künstlerischen Leitung von Kassandra Wedel erarbeiteten hörende und nichthörende Jugendliche gemeinsam eine Choreografie, die Beethovens Leben mit ihrer eigenen Gedankenwelt zusammenbrachte. Musikalische Grundlage bildete ein elektronisch verstärktes Recomposed.
 
LINK PROJEKTSEITE WDR
 
 
 
     
 
HAMBURG
 
 
 
PREMIERE
DIE STADT BIN ICH
 
 
 
 
 
Junge Menschen geraten in die Computerstadt und werden dort zu Automaten gemacht. Zara Larson verbringt mit ihren Freundinnen und dem Hund Bagihra eine erlebnisreiche Nacht, während Benny und Luisa eine Tochter mit Down Syndrom bekommen, die nicht nur ihre Herz-OP überlebt: Das inklusive Hamburger Ensemble Meine Damen und Herren erprobt in DIE STADT BIN ICH die radikale Teilhabe der Ensemblemitglieder an allen künstlerischen Entscheidungen – im Spannungsfeld zwischen individuellem und gemeinschaftlichem Raum. Eigene Regie-Ideen werden selbstbestimmt mit Kolleg*innen umgesetzt und treffen in einer unmöglichen Stadt aufeinander, die kollektive Kompromisse erfordert: Ressourcen müssen aufgeteilt und das Bühnenbild gemeinschaftlich genutzt werden, ohne dabei die eigene künstlerische Vision aufzugeben.
 
 
 
     
Plakat mit Infos und einer Malerei von einer tanzenden Person in einem rosa KleidGefangenenkleidung
 
 
AUSSTELLUNG
10 JAHRE FREISTIL
 
 
 
Auch das jüngste der Hamburger Ateliers für KünstlerInnen mit Behinderung feiert sein zehnjähriges Bestehen. Das Atelier Freistil bietet künstlerisch begabten Menschen einen Arbeitsplatz. Die Künstler werden dabei unterstützt, ihre eigene Fähigkeit und Originalität herauszuarbeiten. In der kommenden Ausstellung zeigen vierzig Künstler*innen ihre Werke aus den Jahren 2010 - 2020 in der Barlach Halle K am Klosterwall.
 
 
 
 
 
     
Plakat Klappe Auf! Festival, Komikfigur mit Schild auf dem steht: „Kino für Alle!“
 
 
WIEDERAUFNAHME
 
 
 
DIE ZEITRAFFER
In Interaktion mit dem Publikum, in Installation und Lichtmalerei, in teils poetischen, teils dokumentarischen Szenarien entwickeln die Schauspielerinnen und Schauspieler des Klabauter Ensembles unter der Regie von Die AZUBIS ihre unterschiedlichen Perspektiven auf das 
Thema „Zeit“. So entsteht auf der Bühne des Klabauter Theaters ein theatrales 
Assoziationsuhrwerk, in dem die Darsteller im Bewusstsein ihrer eigenen Vergänglichkeit formulieren, welchen Wert die Zeit und damit das Leben für sie hat.
 
 
ab 01.03.2020
 
 
     
Flyer 3. Nacht der barner16, Schrift auf schwarzem Hintergrund
 
 
KONZERT
 
 
 
3. NACHT DER BARNER 16
 
 
 
 
 
 
 
 
Barner16 lädt wieder zur „Nacht der barner16“ in den ResonanzRaum im Medienbunker Hamburg ein. Ein inklusives Kunstprogramm mit Konzert, Lesung und Performance. 
 
Um Reservierung wird gebeten.
 
20.03.2020
 
 
     
weiße gehäkelte Wolken vor blauem Hintergrund
 
 
AUSSTELLUNG
 
 
 
HEITER BIS WOLKIG
 
 
 
 
 
 
Alle reden vom Wetter – die Galerie der Schlumper stellt es aus. Die Schlumper und Gäste zeigen ihre Wetterbilder und 
-objekte. Von gehäkelten Wolken von Michael Gerdsmann bis zu Regen in Bindfäden von Stefanie Bubert. Die Sonne lacht übers ganze Gesicht bei Uwe Bender. 
 
bis 29.03.2020
 
 
     
EUCREA Logo und Logo der Freien und Hansestadt Hamburg
     
 
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