Unexpectedly Thriving, bedeutet Unerwartetes Wachstum. Von Sarah Firth

    Unexpectedly 
    Thriving

    Unerwartetes Wachstum - von Sarah Firth
     
     
     
     
     
     
    Seite 1:   Bild 1: Auf pinken Hintergrund mit grünen Sternen, sind zwei Personen in einem orangefarbenen abstrahierten Haus zu sehen. Ein braunhaariger Mann mit Brille, grauem T-Shirt, grüner Hose und pinken Schuhe hält eine orangefarbene Katze mit rotem Halsband. Vor ihm sitzt eine Frau mit blonden hochgebundenen Haaren, grünem langarm-Shirt und grauer Hose im Schneidersitz auf dem Boden und hält ein pinkes Telefon in der Hand. Darüber steht…  Wie die Welten vieler Menschen, wurde auch meine Welt gleichzeitig kleiner ...   Bild 2: Auf hellrosa Hintergrund, der mit pinken, grauen und grünen abstrakten Formen durchzogen ist, zeigt sich eine vergrößerte Version dessen, was die Protagonistin auf dem Handy sieht. Es scheint eine abstrahierte Nahaufnahme von mikroskopischen Aufnahmen von Bakterien zu sein. Darum steht…  und größer mit den Covid-19-Lockdown und Beschränkungen .  Bild 3: Auch hier sind die Bakterien dargestellt, nun in einem großen Kreis, der wiederrum von großen pinkfarbenen Streifen umrandet ist. Inmitten der Bakterien sind drei länglich Kreise dargestellt. Im linken, orangefarbenen steht Einflussspähre im grünen mittleren versus und im pinkfarbenen rechten steht Betroffenheitssphäre. Drumherum steht…  Gefangen in der Isolation nutzte ich das Internet, was die Spannung zwischen meinem kleinen Einflussbereich, in dem ich tatsächlich etwas tun konnte, um zu helfen und dem schieren Ausmaß der Pandemie, bei der ich nur Zeuge der Vielzahl von Situationen und Schwierigkeiten sein konnte, die die Menschen durchstehen mussten, noch verstärkte. Einige segelten, einige schwammen, und allzu viele sanken unter dem Gewicht der zunehmenden systemischen Fragilität und Benachteiligung.


    Wie die Welt vieler Menschen, wurde auch meine Welt gleichzeitig kleiner...

    ...und größer mit den Covid-19-Lockdown und Beschränkungen. 



    Gefangen in der Isolation nutzte ich das Internet, was die Spannung zwischen meinem kleinen Einflussbereich, in dem ich tatsächlich etwas tun konnte...

     

    Einflusssphäre vs. Betroffenheitssphäre

     

    … und dem schieren Ausmaß der Pandemie – bei der ich nur Zeuge der Vielzahl von Situationen und Schwierigkeiten sein konnte, die die Menschen durchstehen mussten – noch verstärkte. Einige segelten, einige schwammen und allzu viele sanken unter dem Gewicht der zunehmenden systemischen Fragilität und Benachteiligung.

    Seite 2:   Bild 1: Auf pinkfarbenem Hintergrund zeigen sich der Mann und die Frau aus dem ersten Bild brustaufwärts. Sie stehen sich gegenüber und der Mann hat die Arme auf die Schultern der Frau gelegt. Beide schauen unglücklich drein. In einer Sprechblase aus seinem Mund steht … Darüber steht…   Täglich erinnerte mich mein Partner daran… Wenn keiner von uns es bekommt…  Bild 2: Der Mann hebt die linke Hand und spricht weiter. Die Frau verzieht das Gesicht zu einem unsicheren Lächeln. Darüber steht…  … oder verbreitet, haben wir unsere grundlegende Bürgerpflicht erfüllt.  Bild 3: Auf weißem Hintergrund mit pinkfarbenen Strichen sieht man eine große graue Schnecke mit hellbraunem Schneckenhaus in einer Wiese, die neugierig nach oben blickt. Darüber steht…  In einer Zeit wie dieser...  Bild 4: Die Schnecke hat sich in ihr Schneckenhaus verzogen. Darüber steht…  ist es GROSS sich klein zu machen  In einer Zwischenzeile die über vielen kleinen Bildern verortet ist steht: Ich habe versucht, mir ein Gefühl der Handlungsfähigkeit zu bewahren, indem ich die kleinen Dinge tat,   Bild 5: Vor grauem Hintergrund werden Papiere von einer Hand an eine andere gereicht. Darüber steht…  für Nachbarn ausdruckte,   Bild 6: Auf pinkfarbenem Hintergrund sieht man zwei grüne Gelscheine, weiße Kleiderhaufen, eine orangene Packung und eine graue Dose. Darüber steht…  für Hilfsfonds spendete,  Bild 7: Vor grünem Hintergrund hängt ein orangefarbener Beutel, gefüllt mit Unmengen an Toilettenpapier, an einem schwarzen Zaun mit einem weißen Zettel auf dem steht Nimm was du brauchst. Darüber steht…  Ressourcen teilte,   Bild 8: Vor weißem Hintergrund mit pinkfarbenen Strichen halten zwei Hände in grünem Landarmshirt einen orangefarbenen Kaffeebecher mit grauem Deckel. Eine gegenüberliegende Hand hält eine orangefarbene Tüte. Darüber steht…  lokal einkaufte,  Bild 9: Vor weißem Hintergrund mit pinkfarbenen Strichen sieht man eine Hand die einen schwarzen Stift hält und einen Brief, der mit pinkfarbenen Herzen verziert ist, schreibt Ich denke an dich! Darüber steht…  Briefe schrieb,   Bild 10: Vor orangefarbenen Hintergrund sieht man die Frau aus den vorherigen Bildern an einem pinkfarbenen Telefon sprechen. Darüber steht…  in Verbindung blieb,   Bild 11: Vor weiß-pink meliertem Hintergrund sieht man zwei Frauen, die sich an einem grünen Tisch mit einem pinkfarbenen Herz gegenüberstehen. Die links Dargestellte ist die bekannte Frau mit grünem Langarm-Shirt und blonden hochgebundenen Haaren. Sie trägt eine graue Maske und hebt die Hand zum Gruß. Vor ihr sind vier pinkfarbene Herzen abgebildet. Die ihr gegenüberstehende Frau hat lockige, graue Haare und lächelt breit. Sie trägt ein pinkfarbenes T-Shirt und graue Hosen und steht hinter einer orangefarbenen Tür. Darüber steht…  Care-Pakete packte,  Bild 12: Vor pinkfarbenen Hintergrund halten je zwei Hände zwei durchsichtige Tüten hoch. In der linken Tüte sind neun Drachenfrüchte abgebildet, die Tüte ist offen und eine der Früchte wird gerade hochgehalten. Die zweite Tüte ist verschlossen, in ihr sind sieben Zitronen abgebildet. Darüber steht…  Produkte tauschte.

    Täglich erinnerte mich mein Partner daran… „Wenn keiner von uns das Virus bekommt oder verbreitet, haben wir unsere grundlegende Bürgerpflicht erfüllt.“




    In einer Zeit wie dieser...
    ist es GROSS sich klein zu machen. 



    Ich habe versucht, mir ein Gefühl der Handlungsfähigkeit zu bewahren, indem ich die kleinen Dinge tat...

     


    ...für Nachbarn ausdruckte, an Hilfsfonds spendete, Ressouren teilte, lokal einkaufte, Briefe schrieb, in Verbindung blieb, Care-Pakete packte, Produkte tauschte. 

    Seite 3:   Bild 1: Vor grauem Hintergrund sieht man die Protagonisten an ihrem pinken Telefon, sie sieht verunsichert aus und ist an ihrem pinken Telefon. In einer Sprechblase vor ihrem Mund steht Oh ok… verstehe! Sie blickt auf einen Baum in einem grünen Topf, der gerade all seine Blätter abschmeißt. Darüber steht…  In den ersten Wochen des Lockdowns, brachen alle meine Aufträge für das Jahr ein  Bild 2: Vor weiß-pink meliertem Hintergrund zeigt sich ein grauer Berg mit vielen Höhen und Tiefen. Die Protagonistin sitzt in einem pinken Wagen und rast auf der abfallenden rechten Seite des Berges in die Tiefe. In einer Sprechblase vor ihrem offenen Mund steht „Uh oh!“. Darüber steht…  Als kreativer Profi ist die Arbeit immer eine Berg- und Talfahrt….  Bild 3: In einer weiß-pink melierten Raumecke fällt die Protagonistin nach hinten. Sie steht auf einem pinken Teppich, den zwei Hände von rechts unter ihr wegziehen. Sie schaut verängstigt drein. Darüber steht…  Aber das fühlte sich an, als würde einem der Teppich unter den Füßen weggezogen werden.   Bild 4: Vor pinkfarbenem Hintergrund schlägt die Protagonistin mit dem Hinterkopf und ihrem rechten Ellenbogen auf dem Boden auf. Sie verzieht das Gesicht schmerzvoll, kneift ihre Augen zusammen und zeigt ihre Zähne. Darüber steht in Großbuchstaben:  BUMM!  Bild 5: Die Protagonistin liegt auf dem Boden in einem weiß-pink meliertem Raum. Sie fässt sich mit der rechten Hand an die Stirn und zieht die Augenbrauen zusammen. Darüber steht…  Obwohl es ein beängstigender Schock war, war es auch eine Erleichterung.   Bild 6: In einem grauen Raum liegt die Protagonistin weiterhin auf dem Boden, sie hat sich zur Seite gerollt und liegt auf ihrer rechten Schulter. Sie blickt traurig auf den Boden und hat die Arme vor ihrem Oberkörper verschränkt. Darüber steht…  Ich war überwältigt und ausgebrannt.  Bild 7: Die Protagonisten liegt weiterhin in gleicher Pose auf dem Boden, nun hat sich die orangefarbene Katze aus dem ersten Bild links neben ihren Kopf gesetzt. Darüber steht…  Ich kämpfe damit, mit den „normalen“ Anforderungen von sozialem Leben und Arbeit Schritt zu halten.  Bild 8: In einem dunkelgrauen Raum, mit einem hellgrauen Fenster am rechten oberen Bildrand, liegt die Frau, hier nun gänzlich grau dargestellt weiterhin in der gleichen Schutzhaltung auf dem Boden. Die nun ebenfalls graue Katze hat sich neben ihrem Kopf zusammengerollt. Beide schlafen. Über der Frau steht vier Mal der Buchstabe Z.
    In den ersten Wochen des Lockdowns, brachen alle meine Aufträge für das Jahr ein. Als kreativer Profi ist meine Arbeit immer eine Berg- und Talfahrt...




    aber jetzt fühlte sich an, als würde mir der Teppich unter den Füßen weggezogen werden. - BUMM!



    Obwohl es wie ein Schock war, entstand auch eine Erleichterung. Ich war überwältigt und ausgebrannt.





    Ich kämpfe damit, mit den „normalen“ Anforderungen von sozialem Leben und Arbeit Schritt zu halten. 

    Seite 4:   Bild 1: Vor grauem Hintergrund eilt die Protagonistin augenscheinlich durch einen Flughafen. Ihre Beine sind weit auseinandergestreckt, sie trägt das grüne Langarm-Shirt, eine graue Hose und orangefarbene Stiefel, dabei zieht sie einen pinken Koffer hinter sich her, hat eine pinke und eine orangefarbene Tasche umgeworfen. Sie schaut abgehetzt drein und gibt einer Frau, die vor einem Flughafengate-Eingang zu stehen scheint, ein Handzeichen. Die Frau trägt schwarze hochgebundene Haare, ein pinkfarbenes Halstuch, ein orangefarbenes Shirt mit grünem Blazer und pinkfarbenem Rock. Sie steht hinter einem grauen Schalter. Hinter der Protagonistin ist bereits das weiße Flugzeug auf grauem Hintergrund auf dem Rollfeld zu sehen. Darüber steht…    Bei der Arbeit kommt meistens alles gleichzeitig… kurz vor dem Lockdown war ich auf einer Reihe von aufeinanderfolgenden Veranstaltungen.   Bild 2: In einem Raum steht die Protagonistin vor einem Publikum, vier Personen sind zu sehen. Sie trägt nun ein grünes Kleid und gestikuliert neben einer Präsentation. Auf der Präsentation sind zwei sich überschneidende Kreise, links ein orangefarbener mit einer Hand darin und rechts ein pinkfarbener mit einem geöffneten Auge darin, dargestellt. Ein Pfeil mit drei darüberstehenden Streifen zeigt auf den orangenen Kreis. In einer Sprechblase vor dem Mund der Protagonistin steht Bla Bla Bla Bla. Das Publikum sitzt auf grünen Stühlen mit dem Rücken zum Betrachter und ist schulteraufwärts zu sehen. Ganz links sitzt ein Mann, dessen Profil zu sehen ist, er trägt graue, Schulterlange Haare mit Halbglatze und ein grün-weiß gestreiftes Hemd. Er blickt nach rechts auf die Präsentation. Rechts neben ihm sitzt eine Frau mit schwarzem Bob und Brille, sie trägt ein graues Shirt und blickt ebenfalls nach rechts. Neben ihr sitzt eine blonde Frau mit geflochtenem Zopf und grauem Hut mit pinkfarbenem Streifen. Sie trägt ein pinkfarbenes Hemd und blickt nach vorne. Ihr Gesicht ist nicht zu sehen. Auch das Gesicht der letzten Person, auf der rechten Bildseite, ist nicht zu sehen. Sie trägt ein graues Shirt und wilde pinke haare mit einem schwarzen Haarband. Darüber steht…  Ich reiste zwischen Workshops, Künstlergesprächen …  Bild 3: In einem grünen Raum zeigt sich eine Konferenz-Situation. Mehrere orangefarbene Personen sitzen an orangen runden Tischen vor orangefarbenen Boden. Die Wand dahinter ist grün. Auf den Tischen liegen Zettel, eine Person ist aufstanden und hält ein Mikrofon in der Hand. Sie blickt auf die Protagonistin, die am rechten Bildrand auf einer weißen Tafel schreibt. Sie ist als einzige in unterschiedlichen Farben dargestellt und hebt sich von den anderen ab. Auf der Tafel sind weitere Elemente zu sehen wie eine Überschrift, pinke und orangene Quadrate, Kreise und Striche. Darüber steht…  …. und Veranstaltungen, bei denen ich zum Live-Grafik-Recording eingeladen war, hin und her.  Bild 4: Die Protagonistin liegt vor pinkfarbenem Hintergrund in einem Bett mit grüner Bettwäsche. Ihr Gesicht ist pink angelaufen und von pinken großen Pusteln durchzogen. Auch ihr Mund ist pink und angeschwollen, die Haare sind durchzaust, sie sieht krank aus. In zwei Sprechblasen die aus ihrem Mund zu kommen scheinen steht…  Ich kann so nicht weiter machen!  Und   Aber wie kann ich sonst meinen Lebensunterhalt bestreiten?  Darüber steht…  Ich landete im Bett mit Nesselausschlag, einer Erkältung und extremer Erschöpfung. Schon wieder.   Bild 5: Auf grauem Hintergrund ist die Protagonistin zwei Mal dargestellt. Die Szenerie wirkt dunkel und gestresst, um sie herum sind dunkle hektische Ringe gezeichnet. In der linken Darstellung der Figur hält die Protagonistin einen runden Gegenstand vor ihr Gesicht, der ihren eigentlichen knallpinken Körper orange verfärbt. Sie blickt mit pinkfarbenen Augen nach oben und hat den Mund zu einem Lächeln verzogen. Links neben ihr sieht man die Protagonistin erneut, sie ist knallpink dargestellt, ihr Mund ist nach unten verzogen und sie hält sich die Augen ängstlich zu. Rund um die Figuren steht…  Ich liebe den Arbeitsteil von dem, was ich tue. Aber als jemand, der neurodivergent ist, habe ich mit vielen Dingen rund um die Arbeit zu kämpfen. Reisen, Menschenmassen, Bewegung, Licht und Lärm überwältigen mich oft. Schon LED-Bildschirme und Lichter können bei mir Panik auslösen.  Bild 6: Vor grünem Hintergrund schwimmen vier Enten in hellgrünem Wasser. Zwei schwimmen hinten, vor der vermeintlichen Wasserkante und sind ganz zu sehen, zwei weitere Schwimmen vorne und sind nur halsaufwärts (links) beziehungsweise brustaufwärts (rechts) zu sehen. Die beiden vorderen sowie die hintere rechte Ente tragen ein weißes Gefieder mit orangenem Schnabel und gucken neutral. Die hintere linke Ente wiederrum trägt ein hellorangenes Gefieder und verzieht seinen Schnabel zu einem angestrengten Lächeln, bei dem sie die Zähne zeigt. Drei Schweißtropfen und gestrichelte Linien umranden ihren Kopf. Auf einer Sprechblase, die aus ihrem Mund kommt steht Guten Tag. Darüber steht…  Ich bin normalerweise gut darin, meinen Stress zu verstecken, um normal zu erscheinen.   Bild 7: Die orangefarbene Ente ist nun allein auf der Wasseroberfläche dargestellt. Man kann ihre Füße unterhalb des Wassers sehen, sie sind in schneller Bewegung. Das Wasser wird von ihr aufgewühlt. Sie hat den gleichen angestrengten Blick wie auf dem vorherigen Bild. Darüber steht…  Aber innerlich fühlt sich das wie ein verzweifelter Kampf an, um über Wasser zu bleiben.


    Bei der Arbeit kommt meistens alles gleichzeitig… kurz vor dem Lockdown war ich auf einer Reihe von aufeinanderfolgenden Veranstaltungen. Ich reiste zwischen Workshops, Künstlergesprächen...

    ...und Veranstaltungen, bei denen ich zum Live-Grafik-Recording eingeladen war, hin und her.
    Ich landete im Bett mit Nesselausschlag, einer Erkältung und extremer Erschöpfung. Schon wieder. (Ich kann so nicht weiter machen!) (Aber wie kann ich sonst meinen Lebensunterhalt bestreiten?)

    Ich liebe die Arbeit, die ich tue. Aber als jemand, der neurodivergent ist, habe ich mit vielen Dingen rund um die Arbeit zu kämpfen. Reisen, Menschenmassen, Bewegung, Licht und Lärm überwältigen mich oft. Schon LED-Bildschirme und Lichter können bei mir Panik auslösen.

    Ich bin normalerweise gut darin, meinen Stress zu verstecken, um "normal" zu erscheinen. (Guten Tag) Aber innerlich fühlt sich das wie ein verzweifelter Kampf an, um über Wasser zu bleiben. 

    Seite 5:  Bild 1: Vor pinkfarbenem Hintergrund sitzt ein Chamäleon mit grüner Haut mit pinkfarbenen Stäbchen. Es sitzt auf einem grünen Stab und greift mit seiner rechten Klaue nach einem orangefarbenen Stab gegenüber. Darüber steht…  Ich habe die Kniffe des Sich-Zusammenreißen-Könnens gelernt:  Bild 2: Der Kopf der Protagonistin ist vor grauem Hintergrund dargestellt, die schaut verängstigt und zeigt ihre Zähne. Von ihrem Mund führen acht parallele Striche weg. Darüber steht…   leise Kaugummi kauen,  Bild 3: Vor weißem Hintergrund mit grünen Stäbchen ist die Protagonistin brustaufwärts dargestellt. Sie schwitzt und hebt ihren linken Arm hinter ihren Kopf, sodass ein großer grauer Schweißfleck unter ihrem Arm ersichtlich wird. Sie hält ihre Achsel unter einen Trockner, wie man ihn aus öffentlichen Sanitäranlagen kennt, der auf ihre Achsel bläst, um den Schweiß zu trocknen. Darüber steht…  den Panikschweiß auf dem Klo trocknen,  Bild 4: Vor grünem Hintergrund zeigen sich zwei Hände, die ein aufgeschlagenes Buch vor sich haben. Die linke Hand bewegt einen pinken Stift über das Buch, in dem Bereits mehrere Linien so wie pinke undefinierbare Formen zu sehen sind. Darüber steht…   einen Stift in Bewegung halten,  Bild 5: Vor orangenem Hintergrund sieht man den Kopf der Protagonistin. Sie lächelt breit, 5 Strahlen führen von ihrem Mund weg, doch ihre Augenbrauen hat sie nach unten gezogen. Darüber steht…   freundlich bleiben,  Bild 6: Vor pinkfarbenem Hintergrund sieht man den Kopf der Protagonistin, die ihre Augen zusammengekniffen hat und in ihren Handballen beißt. Gezackte Linien umgeben ihren Kopf. Darüber steht…   Stress abbauen, indem ich mir in die Hand beiße,  Bild 7: Vor orangefarbenem Hintergrund sieht man den Unterkörper der Protagonistin unter einem Tisch. Sie sitzt auf einem weißen Stuhl und hat ihre Hände über ihren Beinen in grauer Hose. Neben den Händen sind Linien gezeichnet. Darüber steht…    zappeln, wo es niemand sehen kann  Bild 8: Die Protagonistin sitzt in einem grauen Toilettenstall vor weißem Hintergrund. Sie sitzt auf der geschlossenen Toilette und hat ihr Gesicht mit ihren Händen bedeckt. Aus ihren Augen fließen Tränenströme. Darüber steht…  aufs Klo gehen, um zu atmen oder zu weinen.  Bild 9: Vor pinkfarbenem Hintergrund sitzt das grün-rote Chamäleon im Profil auf seinem grünen Stab und berührt fast den orangefarbenen Stab. Der vordere Teil seiner Klaue ist bereits orange gefärbt. Es lächelt. Darüber steht…  Maskierung, Stimming* und Tarnung funktioniert.   Und darunter steht in kleinerer Schrift die Erklärung…  *Stimming ist wiederholte Selbststimulation, oft eine Schutzreaktion auf Überstimulation und Angst.  Bild 10: Das Chamäleon hat den grünen Stab fast verlassen, nur eine Klaue hält sich weiter daran fest. Die zweite hintere Klaue hängt bereits in der Luft. Mit den vorderen Klauen berührt es den orangenen Stab und ist selbst bereits über seinen Kopf hinaus orange verfärbt. Es sieht unglücklich und angestrengt drein, der Mundwinkel und die Augenbraue sind nach unten gezogen. Zwei Schweißtropfen sind über seinem Kopf abgebildet, drei gestrichelte Linien führen von ihm weg. Darüber steht…  Aber das ist anstrengend.  Bild 11: Die Protagonistin liegt wieder in dem grauen Raum, sie hat die Arme um den Körper geschlungen und liegt auf der Seite auf dem Boden. Die orangefarbene Katze streckt sich und hat den Hintern mit Schwanz nach oben gereckt. Darüber steht…  Die Pandemie hat meinen Kampf gestoppt. Trotz der täglichen Angst und Ungewissheit blühte ich in dem eingeschränkten Zustand auf.  Bild 12: Aus einem Fenster am rechten oberen Bildrand strahlt hellorangenes Licht in den grauen Raum. Die Protagonistin hat ihren Oberkörper aufgerichtet, stützt sich mit dem rechten Arm ab und versucht ihr Gesicht mit der linken Hand vor der Sonne zu schützen. Die Augen hat sie zusammengekniffen. Die Katze ist links unten vor ihr zu sehen, sie reckt sich nach vorne und streckt den rechten Fuß nach hinten aus. Darüber steht…  Als die Aufträge wieder zunahmen, machte ich mich auf eine Überforderung gefasst.  Bild 13: Vor grünem Hintergrund ist die Protagonistin, nun in einem pinken Langarm-Shirt brustaufwärts zu sehen. Sie steht vor einem Laptop mit grünen, pinken, orangenen Quadraten, der wiederrum auf einem Stapel Büchern steht. Zwischen ihr und dem Laptop befindet sich noch ein Buch, in das sie mit einem Stift schreibt. Es sind bereits unterschiedliche Linien und bunte abstrahierte Formen zu sehen. Die Protagonistin hat ihren Mund zu einem Lächeln verzogen und die Augen weit geöffnet. In einer Sprechblase die aus ihrem Mund kommt steht Wow, das ist perfekt! Darüber steht…  Aber ich entdeckte, dass die virtuelle Erledigung meiner Arbeit die Faktoren, mit denen ich kämpfe, reduzierten. Und die Qualität meiner Arbeit nahm zu.   Bild 14: Vor orangefarbenem Hintergrund sitzt die gleiche Frau des vorherigen Bildes vorm Computer. Zwischen ihr und dem Computer steht eine dampfende grüne Tasse mit orangefarbenem Inhalt. Auf dem Computer sind zwei Frauen hüftaufwärts zu sehen, die miteinander zu sprechen scheinen. Die linke Frau trägt ein grünes Shirt und pinke Haare, die Rechte wiederrum ein pinkes Shirt mit orangefarbenen Haaren. Um die Frau, die vor dem Bildschirm sitzt, sind 5 pinke Herzen dargestellt. Sie lächelt und hat die Hände gehoben. In einer Sprechblase, die aus ihrem Mund kommt, steht Das ist das toll! Darüber steht…  Und weil ich nicht mehr so überlastet war, hatte ich plötzlich die Energie, um Kontakte zu knüpfen und an Online-Events teilzunehmen, die ich normalerweise vermieden hätte.

     

    Ich habe "die Kniffe des Sich-Zusammenreißen-Könnens" gelernt: leise Kaugummi kauen, den Panikschweiß auf dem Klo trocknen, einen Stift in Bewegung halten, freundlich bleiben, Stress abbauen durch in die Hand beißen, unbemerkt zappeln, auf's Klo gehen, um atmen oder weinen zu können.


    Maskierung, Stimming* und Tarnung funktioniert. 
    * Stimming ist wiederholte Selbststimulation, oft eine Schutzreaktion auf Überstimulation und Angst.
    Aber es ist anstrengend. 

     

    Die Pandemie hat meinen Kampf gestoppt. Trotz der täglichen Angst und Ungewissheit blühte ich in dem eingeschränkten Zustand auf. Als die Aufträge wieder zunahmen, machte ich mich auf eine erneute Überforderung gefasst.

     

    Aber ich entdeckte, dass die virtuelle Erledigung meiner Arbeit die Faktoren, mit denen ich sonst zu kämpfen hatte, reduzierten. Und die Qualität meiner Arbeit nahm zu. (Wow, das ist perfekt!)

    Und weil ich nicht mehr so überlastet war, hatte ich plötzlich Energie, um Kontakte zu knüpfen und an Online-Events teilzunehmen, die ich normalerweise vermieden hätte. (Das ist toll!) 

    Seite 6: Bild 1: Vor weiß-pink meliertem Hintergrund sind drei Pflanzen zu sehen, die mit schwarzen Punkten, Schildläusen, übersäht sind. Bei zweien, auf der rechten Seite des Bildes, ist auch der Topf, links orange, rechts pink, zu sehen. Beide gucken unglücklich drein. Links sieht man die Protagonistin halsaufwärts, ihr Mund ist geöffnet und ihre Augen ebenfalls weit aufgerissen. In einer Sprechblase vor ihrem Mund steht Uh Oh! Darüber steht…  Als ich so viel mehr zu Hause war, bemerkte ich, dass eine Gruppe von Zimmerpflanzen einen Schildlausbefall hatte. Also habe ich sie aus Quarantänezwecken aufgeteilt.   Bild 2: Die Protagonistin stellt eine der Pflanzen des vorherigen Bildes, einen Farn in einem grauen Topf mit traurigem Gesicht, der ebenfalls mit Schildläusen übersäht ist, auf die Fensterbank eines hellgrünen Raumes. Sie blickt die Pflanze besorgt an und zeigt dabei ihre Zähne. In einer Sprechblase, die aus ihrem Mund kommt, steht…  Mein Gott, wir machen dich jetzt sauber!  Bild 3: Die Protagonistin stellt die Pflanze in dem pinkfarbenen Topf auf einen grauen Tisch in einem hellgrauen Raum. Auch das Gesicht auf dieser Pflanze schaut traurig und ist mit Schildläusen übersäht. Die Protagonistin blickt auch hier erneut besorgt, ihre Augenbrauen sind nach unten gezogen. Auf einer Sprechblase, die aus ihrem Mund kommt, steht…  Tut mir leid, dass es so dunkel ist!  Bild 4: In einem hellorangenem Raum stellt die Protagonistin, weiterhin im pinkfarbenem Langarm-Shirt, die Pflanze in dem orangenen Blumentopf, auch dieser hat ein zerknirschtes Gesicht aufgezeichnet, auf eine weiße Kommode. Sie blickt auch diese Pflanze besorgt an und berührt eine ihrer Blätter. In einer Sprechblase, die aus ihrem Mund kommt, steht …   Ich weiß, es ist super sonnig, aber das ist nur vorübergehend!  Bild 5: Die drei Pflanzen sind in drei einzelnen Quadraten nebeneinander dargestellt. Alle drei lächeln nun und haben keine Schildläuse mehr auf sich. Darüber steht…  Monate später erwies sich diese notwendige Änderung der Bedingungen als vorteilhaft.  Bild 6: Die Protagonistin sitzt im linken unteren Bildrand in einer mit Wasser gefüllten Badewanne. Ihr Kopf liegt am Badewannenrand, ihr Gesicht ist halb vom Wasser verdeckt, nur der obere Teil ihrer Nase, die nach rechts gerichteten Augen und ihre hochgebundenen blonden Haare. Zusätzlich ist ihre rechte Hand zu sehen, die sich am Badewannenrand festhält. Vom Badewannenwasser steigen dünne Streifen auf. Sie blickt auf den Farn im grauen Topf auf der Fensterbank, der zu ihrer rechten steht. Der Topf lächelt. Links über der Frau steht…  Der Farn liebte das Licht und die Feuchtigkeit des Badezimmers.  Bild 7: In der Raumecke mit hellgrauen Wänden und dunkelgrauem Boden ist Kopf der Protagonistin am linken unteren Bildrand zu sehen. Sie blickt auf die Pflanze im pinkfarbenen Topf die sich zu ihrer Rechten befindet. Der Topf lächelt andächtig, seine Augen sind geschlossen. In einer Sprechblase über der Protagonistin steht So geht’s! Darüber steht…  Die Geldpflanze liebte die dunkle Ecke.   Bild 8: In dem hellorangenen Raum steht die Pflanze im orangefarbenem Topf auf der weißen Kommode. Auch dieser Topf lächelt, auch diese Pflanze ist von den Schildläusen befreit. Die Protagonistin befindet sich zu ihrer Linken, sie blickt die Pflanze überrascht an und hebt ihre linke Hand. In einer Sprechblase neben ihr steht Hm! Ich dachte, du mochtest den Schatten! Darüber steht…  Die Friedenslilie blühte auf der sonnigen Treppe auf.

    Dadurch das ich viel mehr zu Hause war, bemerkte ich, dass eine Gruppe von Zimmerpflanzen einen Schildlausbefall hatte. Also habe ich sie aus Quarantänezwecken aufgeteilt. (Oh Oh!) "Mein Gott, wir machen dich jetzt sauber!"


    "Tut mir leid, dass es so dunkel ist!"

    "Ich weiß, es ist super sonnig, aber das ist nur vorübergehend!"


    Monate später erwies sich diese notwendige Änderung der Bedingungen als vorteilhaft.

    Der Farn liebte das Licht und die Feuchtigkeit des Badezimmers.

     

    Die Geldpflanze liebte die dunkle Ecke. (So geht's!)

    Die Friedenslilie blühte auf der sonnigen Treppe auf. (Hm! Ich dachte, du mochtest den Schatten!)

    Seite 7:   Bild 1: Vor einer weißen Tapete mit pinken Stäbchen stehen drei Pflanzen, von links nach rechts die im orangefarbenen Topf, ein Kaktus in einem grauen Topf sowie die Pflanze im pinkfarbenen Topf nebeneinander auf einem hellorangenen Grund. Alle drei Töpfe lächeln, in einer Sprechblase über dem Kaktus steht steht…  Es brachte mich dazu, über diesen Spruch nachzudenken: Menschen sind im Grunde genommen Zimmerpflanzen mit komplizierten Emotionen.  Bild 2: In einem grauen Raum stehen zwei der Pflanzen auf dem Boden. Links steht der Kaktus im grauen Topf, der von einem orangefarbenen Licht von oben angestrahlt wird. Der Topf lächelt breit. Rechts daneben, nicht angeleuchtet, ist die Pflanze im pinkfarbenen Topf dargestellt, auch sie lächelt. Darüber steht…  Genau wie Pflanzen, gedeihen unterschiedliche Menschen unter ganz unterschiedlichen Bedingungen.  Bild 3: In diesem Bild haben die beiden Pflanzen die Plätze getauscht. Nun wird die pinkfarbene Pflanze angestrahlt, sie keift die Augen angestrengt zu und verzieht den Mund. Der Kaktus im grauen Topf wiederrum steht nun auf der rechten Seite, ohne angestrahlt zu werden. Auch er verzieht die Mund und hat die Augenbrauen heruntergezogen. Er blickt traurig auf das Licht zu seiner linken. Darüber steht…  Wenn es einer Zimmerpflanze nicht gut geht, ist es nicht die Pflanze, die sich ändern muss, sondern ihre Umgebung.  Bild 4: Das Bild ist dreigeteilt. In der oberen Hälfte steht ein Text. Darunter sind links und rechts in je zwei Quadrate dargestellt. Im linken grauen Quadrat befindet sich ein kleineres orangenes Quadrat. Im Orangenen Quadrat sind mehrere noch kleinere, bunte Quadrate mit lächelnden Gesichtern dargestellt. Um das orangefarbene Quadrat herum sind ein Stern, eine bohnenförmige Figur, ein Dreieck, ein Kreis und eine wurmartige Figur dargestellt. Sie sind ausgeschlossen von der gleichförmigen Gruppe und ihre Gesichter blicken traurig. Im zweiten Quadrat rechts daneben, dass gänzlich orange ist, sind nun alle Figuren gemeinsam und durcheinander dargestellt. Alle Figuren lächeln. In der oberen Hälfte steht…  Ähnlich wie beim Thema Behinderung, wo Menschen nicht durch ihren Geist und Körper behindert werden, sondern durch die sie umgebende Gesellschaft, Gewohnheiten und Kultur. Und wie viele dieser Situationen und Bedingungen verändert werden können.  Bild 5: Vor orangefarbenem Hintergrund steht …  Wenn ich anderen Kreativen zuhöre, die schon unter den normalen Bedingungen zu kämpfen haben, so war es keine Überraschung mitzubekommen, wie das Coronavirus die Dinge zusätzlich erschwerte. Aber es gab auch nicht wenige, die von Einschränkungen tatsächlich profitierten. Verschiedene Barrieren wurden beseitigt, was Zugang, Unterstützung, Leichtigkeit und Verbindungen verbesserte. Und zu einem allgemeinen Anstieg an Empathie und mehr Bewußtsein zu den Zugangsbarrieren für andere führte.  Bild 6: Vor einem grünen Hintergrund ist im rechten unteren Viertel des Quadrates eine bisher unbekannte Frau zu sehen. Sie ist ab Höhe der Schultern dargestellt und trägt ein hellorangenes Shirt. Über ihr steht: In einem Interview erzählt die britische Autorin Susanna Clarke… Sie hat graue, kinnlange Haare, trägt pinken Lippenstift, Mittelscheitel und eine Brille. Sie hat graue Augen und blickt nach links. Ihr Gesicht ist von leichten Falten durchzogen. Auf Sprechblasen, die ihren Kopf linksseitig umgeben steht…   Während das Leben anderer Menschen sich schließt, hat sich meins geöffnet. Durch eine chronische Krankheit war ich von der Welt abgeschnitten... aber plötzlich passiert ganz viel auf Zoom und ich kann von meinem Sofa aus mit anderen Menschen sprechen!

    Es brachte mich dazu, über diesen Spruch nachzudenken: "Menschen sind im Grunde genommen Zimmerpflanzen mit komplizierten Emotionen." Genau wie Pflanzen gedeihen unterschiedliche Menschen unter ganz unterschiedlichen Bedingungen.

     

    Wenn es einer Zimmerpflanze nicht gut geht, ist es nicht die Pflanze, die sich ändern muss, sondern ihre Umgebung. Ähnlich wie beim Thema Behinderung, wo Menschen nicht durch ihren Geist und Körper behindert werden, sondern durch die sie umgebende Gesellschaft, Gewohnheiten und Kultur. Und so viele dieser Situationen und Bedingungen können verändert werden.

     

    Wenn ich anderen Kreativen zuhöre, die schon unter den "normalen" Bedingungen zu kämpfen haben, so war es keine Überraschung, wie das Coronavirus deren Arbeit zusätzlich erschwerte. Aber es gab auch nicht wenige, die von Einschränkungen tatsächlich profitierten. Verschiedene Barrieren wurden beseitigt, was Zugang, Unterstützung, Leichtigkeit und Verbindungen verbesserte. Und zu einem allgemeinen Anstieg an Empathie und mehr Bewußtsein zu den Zugangsbarrieren für andere führte. In einem Interview erzählt die britische Autorin Susanna Clarke "Während das Leben anderer Menschen sich schließt, hat sich meins geöffnet. Durch eine chronische Krankheit war ich von der Welt abgeschnitten... aber plötzlich passiert ganz viel auf Zoom und ich kann von meinem Sofa aus mit anderen Menschen sprechen!"

    Seite 8:   Bild 1: Die gleiche Frau mit hellorangenem Shirt und grauen Haaren ist erneut am rechten unteren Bildrand vor grünem Hintergrund dargestellt, diesmal jedoch circa ab Brusthöhe. Ihr Kopf ist nun zwar dem Betrachter zugewandt, ihre grauen Augen richtet sie jedoch nach links. In einer Sprechblase zu ihrer linken steht…  Sie sagte, es fühle sich seltsam an, über ihr eigenes Aufblühen in genau den Bedingungen zu sprechen, mit denen andere zu kämpfen haben. Wieder einmal befindet man sich auf einer anderen Seite der Welt. Deine eigene Erfahrung ist eine andere.  Bild 2: Vor pinkfarbenem Hintergrund ist am linken unteren Bildrand ist eine bisher unbekannte Frau schulteraufwärts dargestellt. Sie ist jünger als die vorherige Person, trägt kinnlange hellrosa Haare mit Mittelscheitel, knalligen pinkfarbenen Lidschatten und Lippenstift und ein graues Shirt. Ihre linke Hand hebt sie in den Bildraum, sie blickt zu einer Sprechblase über ihrem Kopf in der steht…  Die Schriftstellerin Chloe Sargeant hat festgestellt, dass Online-Shopping mit kontaktloser Lieferung die Zugänglichkeit für Menschen mit Problemen des Immunsystems verbessert hat.  Bild 3: Vor pinkfarbenem Hintergrund ist die gleiche junge Frau abgebildet, sie hat ihren Kopf angwinkelt, lächelt und hat den linken Zeigefinger ihrer Hand erhoben. Aufgeteilt auf zwei Sprechblasen über ihrem Kopf steht…  Und in der Vergangenheit wurde mir von Managern gesagt, dass Arbeiten von zu Hause aus einfach nicht möglich ist. Aber es hat sich herausgestellt, dass es doch geht!  Bild 4: Vor orangefarbenem Hintergrund ist im linken unteren Bildrand eine weitere Frau schulteraufwärts dargestellt. Sie trägt knallig pinkfarbene schulterlange Haare mit Seitenscheitel, Piercings in ihrem rechten Ohr und ein grünes Shirt. Auch sie hat knallige pinke Lippen, hat grüne Augen und blickt mit diesen zur Sprechblase, die rechts neben ihrem Kopf dargestellt ist und auf der steht…  Die Schauspielerin und Theaterautorin Jamila Main meinte: Normalerweise verschwende ich viel Zeit und Energie damit, zu planen, wie ich mich fortbewegen kann und zu recherchieren, ob Gebäude für mich zugänglich sind.  Bild 5: Die gleiche Frau aus dem vorherigen Bild, erneut vor orangefarbenem Hintergrund dargestellt, wendet ihren Kopf nach rechts und hebt dabei ihre linke Hand. Sie blickt zur Sprechblase zu ihrer rechten auf der steht…  Aber mit dieser neuen Welle des barrierefreien Livestream-Theaters war ich in der Lage, zu arbeiten und Aufführungen zu besuchen, ohne meine Gesundheit zu beeinträchtigen. Ich kann neue Werke mit noch nie dagewesener Reichweite und Einbeziehung zu schaffen.  Bild 6: Vor grauem Hintergrund ist eine Frau, erneut im linken unteren Bildrand, nun allerdings brustaufwärts, dargestellt. Sie trägt ein weißes Langarm-Shirt mit pinkfarbenem, hat ihre blonden Haare zu einem lockeren Dutt hochgesteckt und lächelt. Sie trägt Schmuck, neben pinkfarbenem Perlenohrringen eine Kette mit einem grünen halbkreisartigen Schmuckelement. Ihre von Lachfalten umgebenen Augen richtete sie auf die Sprechblase zu ihrer Rechten auf der steht…   Die Medienkünstlerin Riona Twomey stellte fest, dass ich mit Zoom weniger Ausgrenzung durch hörende Menschen bei der Arbeit erfahre. Kein gegenseitiges Übersprechen mehr.

    Sie sagte, es fühle sich seltsam an, über ihr eigenes Aufblühen in genau den Bedingungen zu sprechen, mit denen andere zu kämpfen haben. „Wieder einmal befindet man sich auf einer anderen Seite der Welt. Deine eigene Erfahrung ist eine andere." Die Schriftstellerin Chloe Sargeant hat festgestellt, dass "Online-Shopping mit kontaktloser Lieferung die Zugänglichkeit für Menschen mit Problemen des Immunsystems verbessert hat."

     

    Und in der Vergangenheit wurde mir von Managern gesagt, dass Arbeiten von zu Hause aus einfach nicht möglich ist. Aber es hat sich herausgestellt, dass es doch geht!" Die Schauspielerin und Theaterautorin Jamila Main meinte: "Normalerweise verschwende ich viel Zeit und Energie damit, zu planen, wie ich mich fortbewegen kann und zu recherchieren, ob Gebäude für mich zugänglich sind. 

     

    Aber mit dieser neuen Welle des barrierefreien Livestream-Theaters war ich in der Lage, zu arbeiten und Aufführungen zu besuchen, ohne meine Gesundheit zu beeinträchtigen. Ich kann neue Werke mit noch nie dagewesener Reichweite und Einbeziehung schaffen." 

    Die Medienkünstlerin Riona Twomey stellte fest, dass "ich mit Zoom weniger Ausgrenzung durch hörende Menschen bei der Arbeit erfahre. Kein gegenseitiges Übersprechen mehr.

    Seite 9:   Bild 1: Die Frau aus dem vorherigen Bild ist nun hüftaufwärts dargestellt. Ihren rechten Arm hält sie angewinkelt vor ihre Brust, die linke Hand, mit ausgestrecktem Zeigefinger, zeigt nach rechts. In einer Sprechblase über ihrem Kopf steht…   Ich gehöre dazu. Die Leute sprechen einer nach dem anderen und es ist so einfach, einen Video-Dolmetscher zu buchen.  Bild 2: Vor orangefarbenem Hintergrund ist die rechte Körperhälfte eines Mannes hüftaufwärts dargestellt. Er trägt blonde, kurze Haare und ein grün-weiß gestreiftes, zugeknöpftes Hemd. In einer Sprechblase zu seiner rechten steht…  Filmproduzentin Leaf Nowland sagt, da meine Tochter Charli Epilepsie und eine geistige Behinderung hat, gehen wir regelmäßig in Wartezimmern von Krankenhäusern und Beratungsstellen ein und aus. Das ist beängstigend und stressig für sie.  Bild 3: Vor orangefarbenem Hintergrund sitzt der Mann, mit einem jüngeren Mädchen auf dem Schoß, vor einem Computer. Auf dem Computerbildschirm ist eine lächelnde, bebrillte Frau mit schwarzen langen Haaren dargestellt, die die rechte Hand zum Gruß erhoben hat und mit der linken einen blonden, zotteligen Hund umarmt. Der Mann und das Mädchen sind brustaufwärts dargestellt. Das Mädchen trägt ihre pinkfarbenen Haare locker hochgebunden und hat ein weißes Shirt ohne Ärmel mit pinken Punkten an. Sie trägt zusätzlich zwei Kette, eine mit einfachem Band, die unter ihrem Shirt verschwindet, sowie eine große mit orangenen, pinken und grünen Herzen. In einer Sprechblase oberhalb der Szenerie steht…  Aber jetzt können wir mit Telehealth, einer digitalen Kommunkationsmöglichkeit für die medizinische Versorgung, zu Hause Ärzte besuchen und ihre Haustiere kennenlernen. Das ist menschlicher und wirklich toll für uns alle!  Bild 4: Vor grünem Hintergrund ist eine Frau hüftaufwärts dargestellt. Vor ihr sitzt ein Junge augenscheinlich an einem Tisch mit einem großen grauen Bücherstapel. Die Frau trägt pinke, kinnlange Haare mit rasierter Seite, ein pinkfarbenes T-Shirt und goldene Kreolen. Sie lächelt. Der Junge trägt hochgegelte blonde Haare und große graue Kopfhörer, er ist im Profil dargestellt und hat den Computer vor sich geöffnet, der mit orangefarbenem Inhalt gefüllt ist. In einer Sprechblase über ihm, die aus dem Mund der Frau kommt, steht…  Für ihren Sohn Theo, der an einer Autismus-Spektrum-Störung leidet, hat die Fotografin Jaqui Artina festgestellt, dass der Fernunterricht die Dinge für ihn wirklich verbessert hat!  Bild 5: Im folgenden Bild zeigt sich die gleiche Szenerie wie vorher, der Junge hat nun den Mund geöffnet und das Bild auf dem Computer hat sich verändert. Nun sieht man einzelne Quadrate mit angedeuteten Personen und Gesichtern darin. Er hat die Hand zum Gruß Richtung Computer erhoben und in einer Sprechblase über seinem Mund steht „Hallo“. In einer zweiten Sprechblase über der Frau steht…  Er hat Spaß an der Schule und ist so glücklich! Ich denke, das liegt daran, dass er nicht ständig mit dem Stress konfrontiert ist, sich in Umgebungen und Menschen zurechtzufinden zu müssen, die seine sensorischen und auditiven Herausforderungen nicht verstehen.

     

     

    Ich gehöre dazu. Die Leute sprechen einer nach dem anderen und es ist so einfach, einen Video-Dolmetscher zu buchen.“ 

    Filmproduzentin Leaf Nowland sagt, "da meine Tochter Charli Epilepsie und eine geistige Behinderung hat, gehen wir in Wartezimmern von Krankenhäusern und Beratungsstellen ein und aus. Das ist beängstigend und stressig für sie.

     

    Aber jetzt können wir mit Telehealth, einer digitalen Kommunkationsmöglichkeit für die medizinische Versorgung, von Zuhause aus Ärzte besuchen und ihre Haustiere kennenlernen. Das ist menschlicher und wirklich toll für uns alle!" 

    Für ihren Sohn Theo, der dem Autismus-Spektrum angehört, hat die Fotografin Jaqui Artina festgestellt, dass "der Fernunterricht die Dinge für ihn wirklich verbessert hat!“

     

    Er hat Spaß an der Schule und ist so glücklich! Ich denke, das liegt daran, dass er nicht ständig mit dem Stress konfrontiert ist, sich in Umgebungen und Menschen zurechtzufinden zu müssen, die seine sensorischen und auditiven Herausforderungen nicht verstehen." Ich höre immer wieder, dass die Leute es nicht erwarten können, zur "Normalität" zurückzukehren. Aber viele introvertierte, neurodiverse, behinderte, chronisch kranke und gehörlose Menschen haben Angst davor, zu dem "wie es war" zurückzukehren. Ich frage mich: Warum können wir das, was wir durch Covid-19 gelernt haben, nicht nutzen, um bessere Bedingungen für mehr Menschen zu schaffen?

    Seite 10:   Bild 1: Das Bild ist farbig zweigeteilt, links, gänzlich in orange liegt ein Mann in einem Bett. Er ist zugedeckt, der Kopf ist in ein großes Kissen gebettet und hat einen Laptop auf dem Schoß liegen, in dem eine zweite Person dargestellt ist. Er hebt die linke Hand und hält den Laptop mit der rechten Hand fest. Auf der rechten Seite des Bildes, gänzlich in grün, sitzen zwei Frauen in einem Raum. Die linke sitzt in einem großen Bürostuhl mit Rollen, sie trägt die Haar zu einem Dutt hochgebunden und hat ein T-Shirt und eine Hose an. Die rechte Frau sitzt ihr gegenüber in einem Stuhl und trägt Kleid und Kopfbedeckung. Darüber steht…  Warum nicht sowohl Telehealth, als auch Vor-Ort-Terminoptionen in der Arztpraxis anbieten?  Bild 2: Auch das zweite Bild ist farbig zweigeteilt. Rechts, gänzlich in grün, ist ein Laden abgebildet, den eine Frau gerade betritt. Links vor dem Laden ist eine Kiste, die großen runden Gegenständen gefüllt ist, von denen die Frau einen in ihrem linken Arm trägt. Über dem Eingang des Ladens hängt eine gestreifte Markise. Die rechte Bildhälfte, gänzlich in orange, zeigt einen Arm, der ein Paket in der Hand hält. Darüber steht…  Warum können Geschäfte nicht Vor-Ort-einkaufen anbieten und mit Online-Verkauf und Lieferungen fortfahren?  Bild 3: Auch dieses Bild ist farbig zweigeteilt. Rechts, gänzlich in grün, sitzen drei Personen, zwei Frauen und ein Mann, an einem Tisch auf dem zwei Zettel liegen. Sie alle blicken in den rechten Rand des Bildes, auf dem in orange ein Fernseher an der Wand zu hängen scheint, auf dem zwei Personen abgebildet sind. Sie scheinen sich in einer Konferenz zu befinden. Darüber steht…  Warum gibt es nicht eine Mischung aus Vor-Ort- und Fernarbeit sowie Schulungmöglichkeiten?  Bild 4: Vor pink-weißem Hintergrund steht…  Warum können wir keine Live-Events haben, die auch live gestreamt werden? Anstelle von entweder/oder   Bild 5: Vor weißem Hintergrund mit pinkfarbenen Strichen sind drei Kreise abgebildet, die sich überschneiden, zwei oben und einer unten. Im oberen linken Kreis, gänzlich in Orange, sieht man eine Frau in einem Sessel sitzen und fernsehen. Sie hat eine dampfende Tasse neben sich abgesetzt und ein Hund sitzt neben ihr auf dem Sessel. Das linke Bein hat sie auf einen Schemel vor sich abgelegt. Der Fernseher zeigt ein Konzert, bei dem eine Frau mit Mikrofon auf einer angeleuchteten Bühne steht, umringt von Publikum. Zwei Noten zur linken Seite des Fernsehers verdeutlichen dies. In dem linken oberen Kreis wiederrum, gänzlich in grün, ist die gleiche Frau Szenerie dargestellt, wie sie im vorherigen Kreis im Fernseher zu sehen war. Das Publikum um sie herum ist jedoch klar gezeichnet, einzelne Personen sind in der Menge auszumachen. Der untere Kreis ist gänzlich pinkfarben, in ihm steht entweder/oder. Dort wo sich die Kreise überschneiden mischen sich die Farben. In der Mitte, wo sich alle drei Kreise treffen strahlt ein knalliges Pink. Über den unteren Bildraum verteilt steht…  ... setzen wir auf ein sowohl/als auch mit Raum für die Erweiterung der Reichweite der Communitys und des Engagements.  Bild 6: Die Pflanze im orangefarbenen Topf ist erneut dargestellt. Sie steht weiterhin auf der weißen Kommode im orangenen Raum, der Topf lächelt und blickt nach oben zu den weißen Blüten, die er nun trägt. Darüber steht…  Die Schaffung von inklusiveren Bedingungen  Bild 7: Auch hier ist eine der bereits bekannten Pflanzen dargestellt, die Pflanze in pinkfarbenem Topf steht in der Ecke eines grauen Raumes. Der Topf lächelt und hat die Augen dabei geschlossen. Darüber steht…  und mehr Möglichkeiten und Umgebungen  Bild 8: Der graue Topf mit dem Kaktus darin steht auf pinkfarbenem Boden vor orangefarbenen Wänden. Auch dieser Topf lächelt und blickt nach oben. Darüber steht…  bedeutet, dass mehr Menschen sich entfalten können.

    Warum nicht sowohl Telehealth, als auch Vor-Ort-Terminoptionen in der Arztpraxis anbieten? Warum können Geschäfte nicht Vor-Ort-einkaufen anbieten und mit Online-Verkauf und Lieferungen fortfahren?

    Warum gibt es nicht eine Mischung aus Vor-Ort- und Fernarbeit sowie Schulungmöglichkeiten? Warum können wir keine Live-Events haben, die auch live gestreamt werden? Anstelle von entweder/oder....





    ... setzen wir auf ein sowohl/als mit mehr Raum und Reichweite für die einzelnen Gesellschaften und deren Engagements.





    Die Schaffung von inklusiveren Bedingungen,
    mehr Möglichkeiten und Umgebungen
    bedeutet, dass mehr Menschen sich entfalten können. 

     

     

     

     

    © Sarah Firth www.sarahthefirth.com

    Dieser Cartoon erschien zuerst in Assemble Papers 13 Mind the Gap, veröffentlicht im Januar 2021 von Assemble Papers. https://assemblepapers.com.au/

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