SOUNDING DEVICES

     

    Tänzerin Ulli Ullmann, Choreograph*in/Performer*in Gloria Höckner und Soundengineer Rica Pinu arbeiten an einer forschenden Herangehensweise im choreografischen und tänzerischen Umgang mit digitalen Technologien und dem Ansatz von accessible instruments (barrierearmen Instrumenten).

    Mit der App TouchOSC wird das eigene Handy zum Sensor und transformiert, in Kommunikation mit einer Software, Bewegung in Klang. Ein Kontaktmikrophon/Vibrationssensor wird zudem genutzt, um in Schwingung versetzte Objekte abzunehmen und ebenso in Klang umzuwandeln. Sound wird zur Erweiterung der menschlichen Bewegung sowie von Objekten wie dem Rollstuhl der Tänzerin. Tanz und Musik sind nicht parallele Ereignisse, sondern werden als sich gegenseitig erzeugende und miteinander kommunizierende erforscht.

    Die Tänzerin Ulli Ullmann sitzt in ihrem Rollstohl auf einem Steg. Ihr rechte Hand ist in den Himmel gestreckt. Hinter ihr ist ein See und das gegenüberliegende Ufer zu sehen.

    Ulli Ullmann

    Ulli Ullmann lebt als Tänzerin in Linz. Mit 16 Jahren hatte sie einen Verkehrsunfall – Querschnittlähmung. Von ihrer Leidenschaft ließ sie sich nicht abhalten und tanzte sich mit Ausbildungen bei Adam Benjamin, Paolo Fossa, Stephanie Thiersch, Eddy Becquart, Reut Shemesh, Jess Curtis, Angie Hiesl und Catharina Gadelha von den Tanzflächen der Discos auf die großen Bühnen in Linz, Salzburg und Wien.
    Sie schwebte bei der Visualisierten Klangwolke, inszeniert von La Fura dels Baus, in einem Menschen-netz 50 Meter über der Donau zu Musik von Anton Bruckner. Als Tänzerin stand sie auf der Bühne Szene Salzburg im Stück „The Show must go on“ von Jerome Bel. Die Idee zum Tanzprojekt „Ulli Ullmann“ entstammt aus dem Alltag. Ulli Ullmanns und ihren Erfah-rungen mit den Themen Sex-ualität, Erotik und der Sehn-sucht des Begehrtwerdens. In Zusammenarbeit mit Ilona Roth wurde das Stück in der Blackbox des Musiktheaters aufgeführt. Aktuell rollen Ulli Ullmann und ihr Ensemble mit der Outdoor Produktion „Rolling by the River” durch Linz und Wien. Tanz ist für Ulli Ullmann die intensivste und aussagekräftigste Form, Kunst einem breiten Publikum zu übermitteln und Grenzen zu überschreiten.

    Gloria Höckner in blauem T-Shirt und schwarzer Hose. Gloria wurde im Sprung fotografiert.

    Gloria Höckner

    Gloria Höckner (dey/dem) ist freischaffende*r Choreograf*in und Performer*in.
    Glorias künstlerische Arbeiten beschäftigen sich mit dem Verhältnis des Körpers zu Technologie und Machtstrukturen sowie dem transformatorischen Potential von Klangerfahrungen.
    Zuletzt experimentierte Gloria mit dem Potenzial von Glitch - Störungen im System und verband digitale und analoge Praktiken.
    Außerdem kooperiert Gloria immer wieder mit Eucrea. Dems Stücke wurden u.a. bei TanzHochDrei (K3/Kampnagel Hamburg), dem Performing Arts Festival Berlin, dem Balance/Club Culture Festival Leipzig und Out Now! Bremen gezeigt. Nach dem Studium der Theater-, Film- und Medienwissenschaft und Performance Studies war Gloria Residenzchoreograf:in bei K3 -Zentrum für Choreografie Hamburg, am Seoul Dance Center, und Nave in Santiago de Chile.
    Rica Pinu blickt in die Kamera. Das bild ist visuell bearbeitet, sodass das Gesicht der Künstlerin in verschiedenen farblichen Schattierungen erscheint.

    Rica Pinu

    Rica Pinu arbeitet als Musikerin, Komponistin und Klangkünstlerin.
    Sie erforscht interdisziplinäre Kunstformen, die Klang, Bild, Licht und Bewegung verbinden.
    Sie realisiert Projekte in den Bereichen Musik, interaktive Performance, Theater, Tanz, Film und Kunstinstallationen.
    Im Rahmen der technisch-künstlerischen Tätigkeit bewegt sie sich auch im Bereich der Programmierung und Tontechnik.
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