ARTplus in Niedersachsen

    Das Bundesland Niedersachsen hat mit EUCREA bereits im Programm CONNECT Kunst im Prozess 2019 - 2021 kooperiert. Zahlreiche Kulturpartner, insbesondere aus dem Raum Hannover, Hildesheim und Braunschweig, konnten gewonnen werden.

    An dem Programm ARTplus Ausbildung und Qualifizierung nehmen folgende Organisationen teil:

    Hochschule für Künste im Sozialen Ottersberg

    Die Hochschule für Künste im Sozialen versteht sich als Ort der umfassenden künstlerischen und künstlerisch-angewandten Bildung und Ausbildung. Die Hochschule bietet zum einen Studiengänge in den Bereichen Kunst im Sozialen/Kunsttherapie, Tanz und Theater im Sozialen/Tanz- und Theaterpädagogik sowie Freie Bildende Kunst an.

    Bereits 2017/2018 kooperierten EUCREA und die Hochschule für Künste im Sozialen in Ottersberg. Drei Personen mit Lernschwierigkeiten besuchten seinerzeit die Klasse von Prof. Michael Dörner und Prof. Jochen Stenschke im Fachbereich Freie Bildende Kunst.

    Mit dem aktuellen ARTplus-Programm gehen die Partner einen Schritt weiter: Aktuell arbeitet die HKS an dem Aufbau eines neuen Studienprogramms, das es Studierenden mit unterschiedlichen Behinderungen ermöglichen soll, an den Studiengängen Tanz und Theater im Sozialen und Freie Bildende Kunst teilzunehmen.

    Die Kooperation entwickelt sich stetig: Nachdem fünf Personen im WS 2021/SS 2022 zunächst als Gasthörende teilgenommen haben, konnte bereits eine Studierende immatrikuliert werden. Drei weitere werden im Laufe des Sommers 2022 voraussichtlich folgen. Damit ist die HKS bundesweit die erste Kunsthochschule, die Menschen mit Lernschwierigkeiten einen Studienplatz ermöglicht!
    Auch steigen weitere Gasthörende aus anderen Bundesländern zum WS 2022 ein.

    Das Gasthörerstudium ist nicht obligatorisch, wird aber empfohlen. Es dient den neuen Studierenden und Hochschule als Orientierungszeit und kann auch als Vorbereitung auf die Aufnahmeprüfung genutzt werden. Auch werden die Studienzeiten im späteren Vollstudium anerkannt.

    Und noch ein weiteres Modell befindet sich in der Erprobungsphase: Parallel werden HKS-Studierende ohne Behinderung für begleitende Studienassistenzen gewonnen, was sie für eine zukünftige assistierende künstlerische Tätigkeit qualifizieren soll. Ein entsprechendes Curriculum befindet sich in Vorbereitung, die Assistenzleistungen werden als Teil des Studiums anerkannt.

    Freie Ausbildungsplätze - hier mehr lesen

    Bundesakademie für kulturelle Bildung Wolfenbüttel

    Die Bundesakademie Wolfenbüttel (ba●) ist einer der bedeutendsten Anbieter für praxisnahe berufliche Fort- und Weiterbildung im Bereich Kulturelle Bildung in Deutschland. In der Bundesakademie trifft Kunst auf Praxis. Dafür stehen die sechs Programmbereiche Bildende Kunst, Darstellende Künste, Musik, Literatur, Museum sowie Kulturmanagement, -politik und -wissenschaft wie auch verschiedene Projekte. Rund 180 Veranstaltungen jährlich widmen sich in diesem Sinne der beruflichen Fort- und Weiterbildung. Die Bundesakademie will sich zukünftig auf verschiedenen Ebenen und in ihrem Programm für mehr Diversität einsetzen.

    Die Angebote der ba● stehen auch Künstler*innen mit Behinderung bzw. Interessierten an einer Tätigkeit in der Kulturvermittlung offen. Zusammen mit der Bundesakademie will EUCREA mit dem Programm ARTplus Möglichkeiten entwickeln und in der Praxis begleiten, wie Menschen mit Behinderung am Qualifizierungsangeboten im Bereich Kunst- und Kulturvermittlung teilhaben können. Außerdem sind Partizipationsmöglichkeiten in Angeboten aller Programmbereiche und den verschiedenen Künsten geplant.

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    Programmleitung NIEDERSACHSEN

    Angela Müller-Giannetti

     

    Jutta Schubert

    js@eucrea.de

     

     

     

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