Kunstverein Braunschweig / Geyso20 (Lebenshilfe Braunschweig gGmbH)

Der Kunstverein Braunschweig, gegründet im Jahr 1832, gehört heute zu den renommiertesten Kunstvereinen Deutschlands.

Im Geyso20 – einem 1992 in der Lebenshilfe Braunschweig gegründeten Atelier – arbeiten derzeit 31 Künstler. Die Galerie wurde 2012 eröffnet, eine Stiftung für die Sammlung Geyso20 wurde im Jahr 2017 ins Leben gerufen. Geyso20 steht für eine lebendige Auseinandersetzung mit Outsider-Kunst sowie für den Dialog künstlerischer Sichtweisen.

Die Hochschule für Bildende Künste (HBK) Braunschweig ist die zweitgrößte Kunsthochschule im Bundesgebiet.

Der Kunstverein Braunschweig und Geyso20 planen eine Kooperation, für die die Einrichtungen gemeinsam an die Hochschule für Bildende Künste Braunschweig (HBK Braunschweig) herantreten. Hierbei werden Mitglieder von Geyso20 und Student*innen der HBK Braunschweig Künstler*innenpaare bilden, die als "Tandem" gemeinsam die Ausstellungen des Kunstvereins Braunschweig besuchen. Die Besuche werden zuvor gemeinsam geplant. Ebenso wird auch die Form des Besuchs festgelegt. An erster Stelle wäre in diesem Sinne ein Rundgang zur Orientierung denkbar, der weiterführend in einem künstlerischem Austausch der Künstler*innenpaare mündet, bei dem sich die Beteiligten mit dem Inhalt und Ausdruck der Objekte auseinandersetzen. Am Schluss steht das gemeinsame künstlerische Arbeiten vor den Werken, in der Ausstellung des Kunstvereins. Bei diesen Besuchen werden sie zeitweise durch eine Projektkoordinatorin der HBK Braunschweig begleitet, die auch eine dokumentierende Funktion übernimmt.

Das Ziel dieser Aktion besteht darin, die künstlerische Wahrnehmung der beteiligten Personen festzuhalten und zu dokumentieren, um Unterschiede bzw. Gemeinsamkeiten zu entdecken. Dabei sollen die, durch den gemeinsamen Dialog im Tandem, ausgelösten Veränderungen in der Wahrnehmung bewusst gemacht werden. Im Zentrum dieses Prozesses steht die Erprobung neuer Wahrnehmungsformen und -wege und die Erforschung, wie die gewonnen Kenntnisse in neue Formen der Kunstvermittlung künftig einfließen können.

Die Ergebnisse der Besuche bzw. deren Dokumentation werden öffentlich präsentiert.